Musik – Mitglieder

Gaspare Spontini

Komponist, Generalmusikdirektor

Am 14. November 1774 in Maiolati bei Jesi/Ancona geboren,
gestorben am 24. Januar 1851 in Maiolati.
Von 1833 bis 1851 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin, Sektion für Musik.

Biographie

Kind einer armen Familie, zunächst für den Kirchendienst bestimmt, frühe Anzeichen eines besonderen musikalischen Talents.
1793-1795 Studium am Conservatorio della Pietà dei Turchini in Neapel bei Giacomo Tritto und Nicola Sala, danach Erfolge als Opernkomponist in Italien.
1803 Umzug nach Paris, angezogen durch den Ruhm Napoleons und neue künstlerische Möglichkeiten.
1805 Ernennung zum Kammerkomponisten der Kaiserin Joséphine.
1810-1812 Dirigent der italienischen Oper am Odéon-Theater (Théâtre de l'Impératrice), Leiter der Concerts spirituels und ab 1814 Hofkomponist.
1817 französische Staatsbürgerschaft.
1820 auf Aufforderung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. Übersiedlung nach Berlin, Übernahme des Amtes eines Generalmusikdirektors und Ersten Kapellmeisters am Königlichen Opernhaus, Mitglied der Sing-Akademie.
Ab 1838 Engagement in Fragen der Kirchenmusikreform, dafür 1845 Erhebung in den Adelsstand durch Papst Gregor XVI.
1841 Entlassung aus seinen Ämtern nach einem künstlerisch und politisch motivierten Theaterskandal.
1842 Rückkehr nach Paris.
1850 Rückkehr an seinen Geburtsort Maiolati bei Jesi.

Werk

Opern:
1796 Li puntigli delle donne, komische Oper
1798 L'eroismo ridicolo, komische Oper
1799 La finta filosofa, komische Oper
1800 La fuga in maschera, komische Oper
1805 Julie ou le pot de fleurs, komische Oper
1807 La vestale
1809 Fernand Cortez ou la conquête du Mexique
1814 Pélage ou le roi et la paix
1816 Les dieux rivaux
1819 Olimpie
1821 Lalla Rûkh, Festspiel
1822 Nurmahal oder das Rosenfest von Kaschmir
1825 Alcidor
1827 Agnes von Hohenstaufen

Auszeichnungen

1810 Dezenniumspreis des Institut de France
1818 Ritter der französischen Ehrenlegion
1822 und 1833 Preußischer Roter Adlerorden (4. Klasse und 3. Klasse)
1827 Bayerisches Zivilverdienstkreuz
1829 Ehrendoktor der Universität Halle
1836 Mitglied der Pontificia Congregazione di S. Cecilia
1838 Mitglied der Académie des beaux-arts, Paris
1842 Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste