Literatur – Mitglieder

Eugen Gomringer

Schriftsteller (Lyrik, Essay), Kunstwissenschaftler, Kunstkritiker

Am 20. Januar 1925 in Cachuela Esperanza/Bolivien geboren, lebt in Rehau/Oberfranken.
Von 1971 bis 1979 Außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur.
Von 1979 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur.
Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur.

Archivbestand

Biographie

Aufgewachsen in Zürich
1944-1950 Studium der Nationalökonomie, der Kunst- und Literaturgeschichte in Bern und Rom.
1950-1953 Volontariat bei der Tageszeitung "Der Bund", Bern.
1953 Mitgründer der Zeitschrift "Spirale" mit Dieter Roth und Marcel Wyss.
1954-1957 Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung in Ulm, bis 1958 Dozent für Information.
1959 Gründung des Verlags "eugen gomringer press".
1959-1967 Werbeleiter in Frauenfeld/Schweiz.
1960-1965 Herausgeber der Reihe "konkrete poesie - poesia concreta".
1961-1967 Geschäftsführer des Schweizer Werkbundes in Zürich.
1967-1985 Kulturbeauftragter der Rosenthal AG in Selb.
1970/71 Herausgabe der Kunstmappen "edition keller", 1972/73 der Buchreihe "Kunst und Umwelt".
1972-1994 Lese- und Vortragsreisen in Nord-, Südamerika und in Afrika.
1973 Gründung des Archivs für Konkrete Poesie auf Schloß Erkenreuth.
1976-1978 Dozent, 1978-1990 Professor für Theorie der Ästhetik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.
1984 Eröffnung einer Galerie in Rehau.
1986 Poetik-Gastprofessur an der Universität Bamberg.
1988, 1990, 1992, 1994 und 2000 Projektleiter des Internationalen Forums für Gestaltung in Ulm.
1988-1995 Gastvorlesungen in vielen nord- und südamerikanischen Universitäten, in Lissabon und Ankara.
1992 Eröffnung des Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt mit der Sammlung Gomringer.
Seit 1992 Vorlesungen an der TH Zwickau, Abteilung Angewandte Kunst in Schneeberg.
2000 Gründung des Instituts für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie - Archiv Eugen Gomringer in Rehau.

Mitglied des P.E.N., des Schweizer Werkbunds, Bern, und der Swiss Industrial Designers.

Werk

konstallätionen constellations constelaciones. Bern 1953
max bill. Hg. Teufen 1958
5 mal 1 konstellation. Frauenfeld 1960
33 konstellationen. Mit 6 Konstellationen von Max Bill. St. Gallen 1960
die konstellationen les constellations the constellations los constelaciones 1953-1962. Frauenfeld 1963
15 konstellationen. Mit Robert S. Gessner. Zürich 1965
das stundenbuch. München 1965
manifeste und darstellungen der konkreten poesie 1954-1966. St. Gallen 1966
Camille Graeser. Teufen 1968
Poesie als Mittel der Umweltgestaltung. Itzehoe 1969
worte sind schatten. die konstellationen 1951-1968. Reinbek 1969
einsam gemeinsam. Mit 5 Prägedrucken von Günther Uecker. Duisburg 1971
lieb. 10 visuelle konstellationen. Starnberg 1971
konkrete poesie. deutschsprachige autoren. Hg. Stuttgart 1972
visuelle posie. Ausstellungskatalog. Hg. Hamburg 1972
Der Pfeil. Spiel - Gleichnis - Kommunikation. Mit Anton und Joachim Stankowski. Starnberg 1972
1970-1972. Planegg/München 1973
Konkrete Texte. Tonkassette. Düsseldorf, München 1973
Konstellationen. Konkrete Texte. Eugen Gomringer spricht Eugen Gomringer. Hörkassette. Hattingen-Blankenstein 1973
Konkretes von Anton Stankowski. Malerei und visuelle Information. Mit Günther Wirth. Stuttgart 1974
wie weiß ist wissen die weisen. hommage à uecker. Zirndorf 1975
konstellationen. ideogramme. stundenbuch. Stuttgart 1977
Feldstrukturen. 10 Radierungen von Günther Uecker. Text E. G. Dinkelscherben 1977
kein fehler im system. eine unsystematische auswahl von sätzen aus dem gleichnamigen (imaginären) computer-lesebuch. Mit 7 Lithographien von Günther Uecker. Zürich 1978
Distanzsignale. Mit Ludwig Gebhard. Landsberg/Lech 1980
Gucken. Ein Kinderbuch. Mit Anton Stankowski. Leonberg 1980
Identitäten. Mit Heinz-Günter Prager. Köln 1981
Himmel, Erde, Frankenland. Mit Ernst Neukamp. Hof 1981
10 Lithographien von Ludwig Gebhard. Einführung. Köln 1982
Lithographien. Von Christoph Freimann. Text E. G. München 1983
Gewebte Bilder. Tapisserien der Fränkischen Gobelin-Manufaktur. Landsberg/Lech 1984
3 Collagen. Von Françoise Pierzou. Text E. G. Friedberg 1984
Wir verschweben - wir verschwinden. Mit Adrian A. Senger. Hof 1985
zur sache der konkreten. 2 Bde. St. Gallen 1988
inversion und öffnung. zwei sprachspiele. Piesport 1988
Eugen Gomringer 65. 4 Texte von E. G. Mit Originalgrafiken von Andreas Brandt u. a. München 1990
Textbild Bildtext. Konstruktive Strömungen. Mit Peter Weiermair. Piesport 1990
Robert S. Gessner. Der Zürcher Künstler im Spannungsfeld der Konkreten Kunst. Zürich 1991
Konkrete Kunst - konkrete Poesie: Meditation und Methode. Saarbrücken 1991
Briefwechsel mit Raoul Hausmann. Siegen 1992
Eugen Gomringer. Konkrete Poesie 1952-1992. Ausstellungskatalog. Museum für konkrete Kunst. Ingolstadt 1992
Das kleine gelbe Quadrat. Köln 1992
quadrate aller länder. das kleine gelbe quadrat. märchen. 2 Bde. Köln 1992
Roland Goeschl. Mit Kathrin Rhomberg. Wien 1994
Schriftbild in Collage. Mit Burghart Schmidt. 20 Abbildungen von E. G. und Peter Daniel. Wien 1994
Laudatio auf Andreas Brandt. Berlin 1995
Visuelle Poesie. Stuttgart 1996
Werke. 3 Bde. Wien 1995-2000
dabei sein mittun. Zürich 2000
Was alles schön ist. Großpößna 2001
Gomringer spricht Gomringer. Tonkassette. Bremen 2002
Karl Gerstner. Rückblick auf 7 Kapitel konstrunktive Bilder ect. Hg. und Vorwort E. G. Ostfildern-Ruit 2003
Termin bei GO. Hg. von Marina von Assel, Stadt Bayreuth. Bayreuth 2005
Kommandier(t) die Poesie!: Biographische Berichte. Dozwil 2006
Quadrate aller Länder. Gesamtwerk Bd. IV. Wien 2006
eines sommers sonette. Dozwil 2008
der sonette gezeiten. Dozwil 2009
Künstlersonette. Dozwil 2011
Die Begegnungen. Sonette. Hg. von Hohlenbaum Oetterli. Dozwil 2013
Du hilfst mir kundig denken was ich sichte. Sonette seit 2008. Rehau 2015

Auszeichnungen

Kulturpreis der Gemeinde Rehau
1987 Writer-in-Residence in Los Angeles
2008 Bayerischer Verdienstorden des Bayerischen Ministerpräsidenten
2009 Rilke-Preis
2010 Poetikdozentur Universität Koblenz-Landau zusammen mit seiner Tochter Nora
2011 2011 Alice Salomon Poetik Preis der Alice Salomon Hochschule Berlin