Literatur – Mitglieder

Adolf Arndt

Jurist, Senator

Am 12. März 1904 in Königsberg geboren,
gestorben am 13. Februar 1974.
Von 1964 bis 1974 Ehrenmitglied der Akademie der Künste, Berlin (West).

Biographie

Kindheit in Berlin.
1922 Abitur, Studium der Rechtswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Philosophie in Berlin und Marburg, 1927 Promotion in Marburg.
1929 Berichterstatter im Prozess gegen George Grosz wegen Gotteslästerung.
1932-1933 am Kriminalgericht in Moabit tätig, Amtsniederlegung aus Protest gegen den Nationalsozialismus.
Vertrat als Rechtsanwalt politisch Verfolgte wie Wilhelm Leuschner oder Theodor Leipart.
1943 Zwangsarbeit in der Organisation Todt, 1944 Inhaftierung, 1945 Flucht über Schlesien nach Westfalen.
Ab 1945 Rechtsanwalt und Notar in Marburg.
Arbeit im hessischen Justizministerium als Ministerialrat, Oberstaatsanwalt und Leiter der Strafrechtsabteilung.
1950 Eintritt in die SPD und Umzug nach Bonn.
Arbeit als Rechtsanwalt beim Landgericht.
1953-1961 Vorsitzender des Arbeitskreises Rechtswesen.
1963-1964 Senator für Wissenschaft und Kunst in Berlin.
1964-1969 Vorsitzender des Deutschen Werkbundes.

Werk

Die Persönlichkeit in der parlamentarischen Demokratie. Berlin 1958
Das nicht erfüllte Grundgesetz. Tübingen 1960

Auszeichnungen

1965 Kritikerpreis des Bundes Deutscher Architekten BDA
1973 Hans-Dahs-Plakette des Deutschen Anwaltvereins