Literatur – Mitglieder

Anna Seghers

eigtl. Netty Radványi, geb. Reiling

Schriftstellerin

Am 19. November 1900 in Mainz geboren,
gestorben am 1. Juni 1983.
Von 1950 bis 1983 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost), Sektion Literatur und Sprachpflege.

Weiterführende Informationen

Archivbestand

Biographie

Kindheit in Mainz.
1919 Studium der Philologie, Geschichte, Sinologie und Kunstgeschichte in Köln und Heidelberg, 1924 Promotion.
Ab 1925 Wohnsitz in Berlin.
1926 erste literarische Publikationen unter dem Pseudonym Seghers.
Politisches Engagement als Kommunistin.
Gründungsmitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller
1930 erste Reisen in die Sowjetunion.
1933 Verhaftung durch die Nationalsozialisten.
Flucht aus der Haft in die Schweiz, später weiter nach Paris.
Im Exil Arbeit als Autorin für verschiedene Zeitschriften, Redakteurin der Neuen Deutschen Blätter.
1935 Mitgründerin des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller in Paris.
1940 Flucht in den Süden Frankreichs nach Einmarsch der Nationalsozialisten in Paris.
1941 Emigration mit der Familie von Marseille aus über Martinique, New York, Veracruz nach Mexiko-Stadt.
Gründung und Präsidentin des Heinrich-Heine-Clubs.
1942 Erscheinen des berühmten Romans Das siebte Kreuz.
1947 Rückkehr nach Berlin.
Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste.
Reisen in die Volksrepublik China.
1952-1978 Präsidentin des Deutschen Schriftstellerverbandes.

Werk

Aufstand der Fischer von St. Barbara, Potsdam 1928
Auf dem Weg zur amerikanischen Botschaft, Erzählungen, Berlin 1930
Die Gefährten, Roman, Berlin 1932
Der Kopflohn, Roman, Amsterdam 1933
Der Weg durch den Februar, Roman, Paris 1935
Die Rettung, Roman, Amsterdam 1937
Das siebte Kreuz, Roman, Berlin, Mexiko 1942
Der Ausflug der toten Mädchen, Erzählungen, New York 1946
Transit, Roman, Konstanz 1948
Das Argonautenschiff, Erzählungen, 1948
Crisanta, Novelle, Leipzig 1951
Die Kinder, Berlin (Ost) 1951
Der Mann und sein Name, Erzählung, Berlin (Ost) 1952
Der Bienenstock, Erzählungen, Berlin (Ost) 1953
Das Licht auf dem Galgen. Eine Geschichte von den Antillen aus der Zeit der Französischen Revolution, Berlin (Ost) 1961
Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431, Hörspiel, Leipzig 1965
Glauben an Irdisches, Essays, Leipzig 1969
Über Kunstwerk und Wirklichkeit, Berlin (Ost) 1970
Überfahrt. Eine Liebesgeschichte, Weimar und Berlin (Ost) 1971
Drei Frauen aus Haiti, Berlin und Weimar 1980

Auszeichnungen

1928 Kleist-Preis
1947 Georg-Büchner-Preis
1951, 1959, 1971 Nationalpreis der DDR
1954 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1960 Vaterländischer Verdienstorden in Gold
1961 Johannes-R.-Becher-Medaille des Kulturbundes
1975 Kulturpreis des Weltfriedensrates
1975 Ehrenbürgerwürde von Berlin (Ost)
1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes
1981 Ehrenbürgerwürde von Mainz