Literatur – Mitglieder

Harald Hartung

Schriftsteller (Lyrik, Essay), Literaturwissenschaftler, Kritiker

Am 29. Oktober 1932 in Herne/Westfalen geboren, lebt in Berlin.
Von 1983 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur.
Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur.
Von 1988 bis 1994 Stellvertretender Direktor der Sektion Literatur.

Archivbestand

Biographie

Aufgewachsen in Herne, Mühlheim/Ruhr und Prag.
Studierte Germanistik und Geschichte in Münster und München (Staatsexamen).
1960-1965 Lehrer an höheren Schulen im Ruhrgebiet.
1966-1980 Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Berlin,
1980-1998 an der TU Berlin.
1983-1986 Direktor des Literarischen Colloquiums Berlin.
2001 Liliencron-Dozentur in Kiel.

Mitglied des P.E.N., der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz.

Werk

Hase und Hegel. Gedichte. Andernach 1970
Reichsbahngelände. Gedichte. Darmstadt 1974
Experimentelle Literatur und Konkrete Poesie. Göttingen 1975
Das gewöhnliche Licht. Gedichte. Pfullingen 1976
Augenzeit. Gedichte. Pfullingen 1978
Deutsche Lyrik seit 1965. Tendenzen, Beispiele, Porträts. Essays. München 1985
Traum im Deutschen Museum. Gedichte 1965-1985. München 1986
Luftfracht. Internationale Poesie 1940-1990. Anthologie. Hg. Frankfurt am Main 1991
Gedichte und Interpretationen. Bd. 5. Vom Naturalismus bis zur Jahrhundertmitte. Hg. Stuttgart 1992
Poesie im Prozess: Überlegungen zur internationalen Lyrik. Stuttgart 1994
Jahre mit Windrad. Gedichte. Göttingen 1996
Masken und Stimmen. Figuren der modernen Lyrik. München, Wien 1996
Jahrhundertgedächtnis: deutsche Lyrik im 20. Jahrhundert. Hg. Stuttgart 1998
Machen und Entstehenlassen. Erfahrungen beim Schreiben von Lyrik. Stuttgart 2001
Langsamer träumen. Gedichte. München, Wien 2002
Ernst Meister Lesebuch. Auswahl und Nachwort H. H. Hg. Walter Gödden. Köln 2004
Ludwig Greve: Die Gedichte. Nachwort H. H. Hg. Reinhard Tgahrt, Waltraut Pfäfflin. Göttingen 2005
Ende der Poesie / Nachrücker. Vierter Würth-Preis für Europäische Literatur. Hg. Adolf Würth GmbH. 2005
Aktennotiz meines Engels. Gedichte 1957-2004. Göttingen 2005
Ein Unterton von Glück. Über Dichter und Gedichte. Göttingen 2007
Wintermalerei. Gedichte. Göttingen 2010
Ein vierzehngliedriger Salamander. Vom Weiterleben des Sonetts. Münchner Reden zur Poesie. Frieder, Ammon (Hg.); Haeusgen, Ursula (Hg.). München 2010
Der Tag vor dem Abend: Aufzeichnungen. Göttingen 2012

Auszeichnungen

1979 Kunstpreis Berlin, Förderungspreis Literatur
1987 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis
1988 Ehrengast der Villa Massimo in Rom
1999 Ruffino-Antico-Fattore-Literaturpreis
2002 Preis der "Frankfurter Anthologie"
2004 Würth-Preis für Europäische Literatur
2009 Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay
2012 Literaturpreis Ruhr