Film- und Medienkunst – Mitglieder

Helke Sander

Regisseurin und Autorin

Am 31. Januar 1937 in Berlin geboren.
Von 1984 bis 1990 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Film- und Medienkunst.
Seit 2016 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Film- und Medienkunst.

Biographie

Aufgewachsen in Berlin.
Abitur in Remscheid und Besuch der Schauspielschule in Hamburg.
Ab 1959 Studium der Germanistik und Psychologie an der Universität Helsinki.
Arbeit als Regisseurin am Theater sowie fürs Fernsehen.
1965 Rückkehr nach Berlin.
1966-1969 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.
Arbeit als Übersetzerin und Journalistin.
1968 Mitgründung des Aktionsrat zur Befreiung der Frau.
Zusammenarbeit mit Margarethe von Trotta, Christel Buschmann und Helma Sanders-Brahms.
1973 Organisation des Ersten internationalen Frauenfilmseminars mit Claudia von Alemann.
1974 Gründung der ersten feministischen Filmzeitschrift Europas "Frauen und Film", deren Herausgeberin, Redakteurin und Autorin sie bis 1982 war.
Konsequente Verbindung von Filmproduktion und feministischem Engagement als Aktivistin und Theoretikerin.

Werk

Filme (Regie):
1966 Thérèse Raquin
1967 Brecht die Macht der Manipulateure! (Regie und Drehbuch)
1969 Die Worte des Vorsitzenden
1971 Eine Prämie für Irene (Regie und Drehbuch)
1973 Männerbünde (Regie und Drehbuch)
1973 Macht die Pille frei? (Regie und Drehbuch)
1978 Die allseitig reduzierte Persönlichkeit - Redupers (Regie, Drehbuch und Darstellerin)
1981 der subjektive faktor
1983 Fräulein Berlin (Darstellerin)
1984 Der Beginn aller Schrecken ist Liebe (Regie, Drehbuch und Darstellerin)
1985 Nr. 1 - Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste (Regie und Drehbuch)
1986 Felix
1986 Sieben Frauen - Sieben Todsünden
1989 Die Deutschen und ihre Männer - Bericht aus Bonn (Regie, Drehbuch, Schnitt und Produktion)
1992 BeFreier und Befreite: Krieg, Vergewaltigungen, Kinder (Regie und Drehbuch)
1992 Des Lebens schönste Seiten
1997 Dazlak - Skinhead (Regie und Drehbuch)
1999 Muttertier - Muttermensch
2001 Dorf (Regie, Drehbuch, Schnitt und Produktion)
2005 Mitten im Malestream (Regie und Drehbuch)

Bücher:
Die Geschichten der drei Damen K, München 1987
Oh Lucy, Erzählung, München 1991
BeFreier und Befreite. Krieg, Vergewaltigungen, Kinder, München 1992
Fantasie und Arbeit. Biografische Zwiesprache, mit Iris Gusner, Marburg 2009
Der letzte Geschlechtsverkehr und andere Geschichten über das Altern, München 2011

Auszeichnungen

1978 1. Preis beim Filmfestival Hyères für "Redupers"
1978 Prix l'age d'or, Internationale Filmfestspiele Brüssel für "Redupers"
1981 ISDAP Prize, Venedig, für "der subjektive faktor"
1984 Filmband in Gold für "No. 1 - Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste"
1985 Internationale Filmfestspiele Berlin, Goldener Bär für "No. 1 - Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste"