Film- und Medienkunst – Mitglieder

Jean-Marie Straub

Regisseur, Autor

Am 8. Januar 1933 in Metz/Frankreich geboren, lebt in Rom und Paris.
Seit 1998 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Film- und Medienkunst.

Biographie

1945 Besuch des Jesuiten-Kolleg Saint-Clément und des staatliches Lycée.
1951-1954 Literatur-Studium in Straßburg und Nancy.
1950-1955 Leitung eines Filmclubs in Metz.
1954-1958 in Paris. Regieassistenz bei einem Kurzfilm von Jacques Rivette.
1958 Auswanderung in die Bundesrepublik Deutschland, um der Wehrpflicht zu entgehen (Algerienkrieg).
1967 erster Spielfilm.

Werk

Regie:
1963 Machorka-Muff, Buch: Straub, 18 min.
1964/65 Nicht versöhnt oder es hilft nur Gewalt wo Gewalt herrscht, nach dem Roman "Billard um halb zehn" von Heinrich Böll, Buch zusammen mit Huillet, 55 min.
1968 Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter, 23 min.
1968 Chronik der Anna Magdalena Bach, Buch zusammen mit Huillet, 94 min.
1969 Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht eines Tages wird Rom sich erlauben seinerseits zu wählen, nach dem Stück "Othon" von Pierre Corneille, Buch: Straub, Produktion zusammen mit Huillet, 82 min.
1969 Othon, v. Pierre Corneille, Buch: Straub
1972 Geschichtsunterricht, Buch zusammen mit Huillet, nach dem Romanfragment "Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar" von Bertolt Brecht, 88 min.
1972 Einleitung zu Arnold Schönbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielszene, 16 min., Buch: Straub
1974 Moses und Aron, Oper in drei Akten von Arnold Schönberg, Buch: Straub, Produktion zusammen mit Huillet, 110 min.
1976 Fortini/Cani. Die Hunde vom Sinai, nach dem Buch "I cani del Sinai" von Franco Fortini, Buch zusammen mit Huillet, 83 min.
1977 Toute révolution est un coup de dés/Jede Revolution ist ein Würfelwurf, Buch zusammen mit Huillet, 11 min.
1978/79 Dalla nube alla resistenza/Von der Wolke zum Widerstand, Buch zusammen mit Huillet, 103 min.
1980/81 Zu früh/zu spät, Buch und Produktion zusammen mit, 105 min.
1982 En rachachant, 8 min.
1983/84 Klassenverhältnisse, nach dem Romanfragment "Der Verschollene" von Franz Kafka, Buch zusammen mit Huillet, 126 min.
1986/87 Der Tod des Empedokles oder wenn die Erde grün von Neuem Euch erglänzt, nach dem Schauspielfragment von Friedrich Hölderlin, Buch zusammen mit Huillet, 132/127 min.
1989 Cézanne/Paul Cézanne im Gespräch mit Joachim Gasquet. 51/63 min., Buch zusammen mit Huillet
1988/89 Schwarze Sünde/Noir Péché, Fassungen 1-4, nach dem Schauspielfragment "Der Tod des Empedokles" von Friedrich Hölderlin, Buch zusammen mit Huillet
1991 Die Antigone des Sophokles, nach der Hölderlinschen Übertragung für die Bühne bearbeitet von Brecht 1948, nach Sophokles, Hölderlin, Brecht, Buch zusammen mit Huillet, 100 min.
1994 Lothringen! Nach Maurice Barrès, Buch zusammen mit Huillet, 21 min.
1996 Von heute auf morgen, nach der Oper von Arnold und Gertrud Schönberg [Musik] und Max Blonda [Libretto], Buch zusammen mit Huillet, 62 min.
1999 Sicilia!, Buch: Straub
2001 Operai, contadini/Arbeiter, Bauern, nach dem Roman von Elio Vittorini, Buch zusammen mit Huillet, 123 min.
2003 Umiliati
2003 Le Retour du fils prodigue - Humiliés, Buch: Straub
2004 Une visite au Louvre, Buch zusammen mit Huillet, 95 min.
2006 Quei loro incontri/Jene ihre Begegnungen, Buch zusammen mit Huillet, 68 min.
2006 Europa 2005 - 27 Octobre, Buch zusammen mit Huillet, 11 min.
2008 Il ginocchio di Artemide, Buch zusammen mit Huillet, 26 min.
2009 Le streghe - Femmes entre elles, Buch: Straub, 26 min.
2008 Itinéraire de Jean Bricard, Buch zusammen mit Huillet, 40min.
2009 Joachim Gatti, Buch: Straub, 2min.
2009 Corneille - Brecht, Buch: Straub, 80 min.
2010 O somma luce, Buch: Straub, 36min.

Buch:
1969 Chronik der Anna Magdalene Bach. Frankfurt
1984 Klassenverhältnisse. Wolfram Schütte (Hg.), Frankfurt
1997 Von heute auf morgen. Oper / Musik / Film. K. Volkmer, K. Kalchschmid, P. Primavesi (Hg.) Berlin

Auszeichnungen

1975 Preis der ökumenischen Jury, Cannes
1985 1. Preis Filmfestspiele, Salso Maggiore
1985 Spezialpreis der Jury, Istanbul
1997 Hessischer Filmpreis
2006 Spezialpreis der Jury des Internationalen Filmfestivals in Venedig für den Beitrag zur Innovation der Filmsprache