Bildende Kunst – Mitglieder

Carl Friedrich Maulpertsch

Maler, Kupferstecher

Am 7. Juni 1724 in Langenargen/Bodensee geboren,
gestorben am 9. August 1796.
Von 1788 bis 1796 Ehrenmitglied der Preußischen Akademie der Künste, Berlin.

Biographie

Maulpertsch Carl Friedrich Maler und Kupferstecher wurde am 7. Juni 1724 zu Langenargen am Bodensee geboren. In seinem 16. Lebensjahr kam er zu van Roi in Wien in die Lehre, besuchte aber bereits von 1741 ab die Kaiserliche Adademie daselbst, auf welcher er sich besonders unter van Schuppen und Meytens bildete, 1750 einen Preis erhielt und 1760 zum Mitglied der Akademie ernannt wurde, nachdem er den Versammlungssaal derselben mit symbolischen Darstellungen ausgeschmückt hatte. Im Jahre 1770 wurde er auch Mitglied der Akademie der Zeichnermeister und Kupferstecher in Wien, sowie in den Rat derselben berufen, und 1788 am 8. November erwählte ihn die Kgl. Preuß. Akademie der Künste in Berlin zu ihrem Ehrenmitglied. Von Wien aus, wo er seinen definitiven Aufenthalt genommen hatte, unternahm er verschiedene Geschäftsreisen; seine letzte und bedeutende war 1794 nach Prag, wo er den Kloster=Bibliothekssaal des Stückhofes mit Fresken schmückte, eine Arbeit, welche ihm den damals exorbitanten Preis von 3000 Gulden einbrachte. - Er starb zu Wien 1796. Bilder von seiner Hand befinden sich in Wien, Ungarn, Mähren und Dresden. Von seinen Fresken sind besonders zu nennen: Die Hofkapelle und das Zimmer für die Kaiserin Maria Theresia zu Insbruck. Die Seitenkapelle des heiligen Benno in der Kirche zu Dresden; und von seinen Oelgemälden: 'ein Heiland am Kreuze', jetzt im Zimmer des Abtes zu Strahow (?); 'Kaiser Josef II.' (...) Nach seinen Werken haben Alberti, Schmutzer u. A. gestochen.
(Auszug aus der Matrikel der Akademie der Künste)