Baukunst – Mitglieder

Pierre Vago

Architekt

Am 30. August 1910 in Budapest geboren,
gestorben am 27. Januar 2002 in Noisy-sur-École/Frankreich.
Von 1970 bis 1979 Außerordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Von 1979 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Von 1993 bis 2002 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Baukunst.

Biographie

Aufgewachsen in Rom. Ausbildung an der Ecole Spéciale d'Architecture Paris im Atelier von Auguste Perret.
Ab 1934 als freier Architekt tätig
Ab 1968 Architecte en chef des bâtiments civils et des palais nationaux (E.R.)
1932-1969 Gründer und Generalsekretär der Réunions Internationales d'architectes (seit 1948 Union Internationale des Architectes, UIA), ab 1969 deren Ehrenpräsident
1932-1948 Chef-Redakteur der Zeitschrift L'Architecture d'Aujourd'hui
1948-1975 Präsident des Herausgeberkomitees
1976 Chef-Redakteur der internationalen Zeitschrift Architecture
1989 Mitglied, danach Präsident des Redaktionskomites von World Architecture
1959-1968 Professor und Leiter der Oberstufe an der École Supérieure d'Architecture von Tournai
1969-1986 Gastprofessor für Städtebau in Stuttgart sowie an der Technischen Universität Budapest
1972-1980 Leitung des Architekturseminars der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, Salzburg. Leitung des internationalen und interdisziplinären Workshops in Tbilissi/Georgien 1984, in Evora/Portugal 1985 und in Nicosia/Zypern 1987.
Mitglied der Académie d'architecture, Paris
Ratsmitglied, dann stellvertretender Direktor der Académie internationale d'architecture
1946 Ehrenmitglied des Royal Institute of British Architects
1954 Mitglied des Bundes Deutscher Architekten
Mitglied des American Institute of Architects
Mitglied der Architekturgesellschaften und Kunstakademien Bulgariens, Ungarns, Mexikos, Brasilien u. a.

Werk

Planungen und Objekte:
Wohnhäuser in Frankreich und Nordafrika, sozialer Wohnungsbau, Schulen, Universitäten, Banken, Industriebauten, Bibliotheken, Krankenhäuser, Geschäftshäuser, Kloster sowie städtebauliche Planungen
1936 Französischer Pavillon auf der Triennale Mailand
1937 Haus der Architekten, Weltausstellung Paris
Rekonstruktionsplan der Region Bouches-du-Rhône, Pläne für die Städte Arles, Beaucaire,
Tarascon (Wohneinheiten, Schulen, Kirchen)
1957 Achtgeschossiges Wohngebäude in Berlin-Hansaviertel im Rahmen der Internationalen
Bauausstellung
Zentralbanken von Algerien und von Tunesien
1956/57 Pläne für die Stadt Le Mans (Wohneinheiten, Technische Hochschule)
Basilika St. Pius in Lourdes, Frankreich
Bibliothek der Bonner Universität
Wohn-, Industrie- und Schulgebäude in Frankreich
1958-1968 Pläne für Trappes, Luxemburg
Universität von Lille, Frankreich
1969-1977 Museum und Hotel für kranke Pilger in Lourdes
Französisches Kulturzentrum Jerusalem
Kloster in Nazareth.

Publikationen u. a. m.
Une vie intense (Autobiografie), Bruxelles 2000

Auszeichnungen

1945 Médaille de la Résistance
1958 Ritter der Ehrenlegion
1969 Kommandeur von Grégoire-Le-Grand, Kommandeur Cruz do Sul (Brasilien), Orden von Ferdinando el Savio (Spanien), Orden von Modestius und Cyrill (Bulgarien), Orden des Goldenen Sterns (Ungarn 1990)
1991 Commandeur de l'Ordre des Arts et des Lettres, Frankreich
Professor E. h./h.c. der Universitäten Stuttgart, Budapest u. a.