Baukunst – Mitglieder

Hardt-Waltherr Hämer

Architekt, Stadtplaner

Am 13. April 1922 in Hagen bei Lüneburg geboren,
gestorben am 27. September 2012.
Von 1970 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Von 1993 bis 2012 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Baukunst.
Von 1989 bis 1993 Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin (West).
Von 1993 bis 1997 Vizepräsident der Akademie der Künste, Berlin.

Biographie

Schulbesuch in Berlin und Thüringen
1932/33 Aufenthalt in Russland
1941-1945 Eisenbahnpionier im Brücken- und Gleisbau in Griechenland und Russland, Kriegsgefangenschaft
1945/46 Bürgermeister und Aufbauleiter der Flüchtlingsgemeinde Neu-Tramm / Dannenberg
1946-1952 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin
1948-1953 Praktikum und Mitarbeit u. a. bei Gebrüder Luckhardt, dort Mitarbeit am Berlin-Pavillon auf der Constructa, Hannover, 1951
1953-1959 Mitarbeit bei G. Weber Frankfurt/Main, dort Planungsleitung Nationaltheater Mannheim 1955-1957
1957-1959 Mitarbeit im Büro des Vaters Walter Hämer
1957 freie Mitarbeit für Gerhard Weber auf der Internationalen Bauausstellung INTERBAU Berlin
Ab 1959 selbständig in Sozietät mit Marie-Brigitte Hämer-Buro
Ab 1967 Professur für Entwerfen und Baukonstruktion an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin, ab 1970 mit dem Schwerpunkt Stadt- und Altbauerneuerung
1971-1973 Wissenschaftlicher Geschäftsführer bei Gründung des Instituts Wohnen und Umwelt, Darmstadt
1974 Gründung des Forschungsschwerpunktes Stadterneuerung an der Hochschule der Künste (jetzt Universität der Künste), Berlin
Ab 1979 Planungsdirektor Stadterneuerung der Internationalen Bauausstellung Berlin (IBA 84/87)
1986 Geschäftsführender Gesellschafter der S.T.E.R.N., Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung Berlin, GmbH, Nachfolgegesellschaft der IBA-Stadt-Erneuerung
1995-2003 Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Bauhaus Dessau, 1997 Kommissarischer Direktor Bauhaus Dessau
Seit 1998 Erhaltungskonzept Studentendorf Schlachtensee

Werk

Bauten (Auswahl):
1949-1951 Schifferkirche in Ahrenshoop, Fischland/Darss (Baudenkmal)
1952/53 Wohn- und Geschäftshaus Rose, Hannover
1956/57 Tankstellen für die Deutsche Purfina, Mannheim (mit Walter Hämer)
1960-1966 Theater und Festsaal, Ingolstadt, mit M. B. Hämer-Buro (Baudenkmal)
1968-1986 Pilotprojekte zur Stadt- und Altbauerneuerung in den Berliner Bezirken Wedding und Charlottenburg mit M. B. Hämer-Buro
1967-1971 Katharinen-Gymnasium, Ingolstadt, mit M. B. Hämer-Buro
1973-1975 Kostenanalyse der Modellmodernisierung von Altbauten im Auftrag des Bundesbauministeriums mit M. B. Hämer-Buro
1974-1978 Umbau/Erweiterung Staatstheater Wiesbaden
1975-1977 Kollegstufe Katharinen-Gymnasium, Ingolstadt
1976/77 Stadterneuerung Ingolstadt (Beratung)
1977-1982 Stadthalle Paderborn mit M. B. Hämer-Buro
In den siebziger Jahren Gutachten zur Erhaltung der Hellershofsiedlung von Mart Stamm in Frankfurt/Main sowie Gutachten zur Kölner Neustadt
1978-1997 Arbeiten zur Stadterneuerung mit der S.T.E.R.N. in Kreuzberg, Tiergarten, Prenzlauer Berg, Kaulsdorf; diskursives Verfahren zum Umgang mit Prora auf Rügen
Ab 2001 behutsame Erneuerung der Baudenkmale Schifferkirche Ahrenshoop und Stadttheater Ingolstadt

Zahlreiche Schriften zu Theaterbau, Stadterneuerung und Stadtfragen sowie zu den eigenen Bauten.

Auszeichnungen

(Auswahl):
1967 Preis des Bundes Deutscher Architekten, Sektion Bayern
1967 Kunstpreis der Stadt Ingolstadt
1970 Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
1978 Goldmedaille für Berlin im Bundeswettbewerb "Stadtgestalt und Denkmalschutz im
Städtebau"
1981 Sir-Robert-Matthew Preis, UIA Warschau
1982 Fritz-Schumacher Preis Hamburg
1985 Deutscher Kritikerpreis für Architektur
1986 Ehrendoktorwürde der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München
1989 Verleihung Karl-Friedrich-Schinkel-Ring für Stadterneuerung in Berlin-Kreuzberg
1993 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
(Annahme abgelehnt wegen behördlichen Entscheidungen zu Kreuzberg)
1997 Überreichung der Urkunde (Annahme wegen Korrektur dieser Entscheidungen)