Baukunst – Mitglieder

Günter Nagel

Garten- und Landschaftsarchitekt

Am 2. Februar 1936 in Dresden geboren, lebt in Hannover.
Von 1982 bis 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.
Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Baukunst.
Von 1986 bis 1997 Stellvertretender Direktor der Sektion Baukunst.
Von 1997 bis 2006 Direktor der Sektion Baukunst.

Archivbestand

Biographie

1954-1956 Gärtnerlehre in Dresden.
1956/57 Landschaftsgärtner in Dresden.
1957-1961 Studium der Garten- und Landschaftsgestaltung an der Humboldt-Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin.
1961 Diplom an der Technischen Universität Berlin.
1962-1970 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gartenkunst und Landschaftsbau der Technischen Universität Berlin.
Seit 1970 Landschaftsarchitekt Berlin/Hannover.
Seit 1970 Lehraufträge für Landschaftsarchitektur, TU Berlin, HdK Berlin, TU Braunschweig.
1974-1977 Professor für Landschaftsarchitektur an der Hochschule der Künste Berlin.
ab 1977 ordentlicher Professor für Landschaftsarchitektur an der Universität Hannover; emeritiert 2001.
1986-1988 Vizepräsident der Universität Hannover.
2001 Gründungsmitglied, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Universität Hannover.

Werk

Landschaftsplanungen:
1962/63 Landschaftsaufbauplanung, Marl/Westfalen
1964/65 Landschaftsaufbauplanung, Ratzeburg
1972/73 Landschaftsrahmenplan Gießen-Wetzlar, mit J. Zilling
1976/77 Landschaftsplan Nördliche Okeraue, Braunschweig
1991/92 Ausbau der unteren Hunte
1993/94 Landschaftsplan, Burgdorf
2001 Landschaftspflegerischer Begleitplan, Barsinghausen

Städtebauliche Planungen:
1974/75 Freiraumkonzept für das Sanierungsgebiet Berlin-Kreuzberg, mit J. Zilling
1975 Untersuchung der Freiräume der Altstadt Spandau, Freiraumkonzept für die Sanierungsplanung, mit J. Zilling
1975-1977 Freiraumkonzept, Berlin Düppel-Nord
1980/81 Braunschweig Westpark
1982/83 Gleisdreieck, Berlin
1990 Oldenburg Küstenkanal, mit W. Wortmann
1987-1992 Siemens Berlin, Industriepark an der Spree
1988/89 Olympia-Konzeption, Hamburg
1991/92 Entwurf zum Grünordnungsplan Hamburg, Neugraben-Fischbek
1991-1993 Grünstrukturplan Hannover, Vahrenwald-List
1993-1995 Wolfsburg-Nordsteimke, Strukturplanung und Grünordnungsplan
1995 Celle, Grünordnungsplan Heidekaserne
1999 Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, Seelze-Süd
2000 Grünordnungskonzept, Großburgwedel

Objektplanungen - Gestaltung der Außenräume:
Wohnumwelt:
1972 Terrassenbebauung Am Rupenhorn, Berlin-Charlottenburg
1972 Kinderheim und Spielgelände im Evangelischen Johannesstift, Berlin-Spandau
1970-1973 Wohnsiedlung, Berlin-Neukölln
1972/73 Neue Stadt Wulfen, Baugruppe Barkenberg-West
1972/73 Jugendhof, Berlin-Zehlendorf
1983Gartenstadt Düppel in Berlin-Zehlendorf
1985 Wohnen im Evangelischen Johannesstift, Berlin-Spandau
1986-1990 Altenwohnanlage, Salzgitter
1995/96 Wohnquartier Neugraben-Fischbek, 1. Bauabschnitt

Öffentliche Grünräume:
1983 Bismarckplatz Heidelberg, mit H. Lindinger
1996-1999 Neuer Stadtpark, Celle
1995-1999 Uferräume des Mittellandkanals in Hannover
1997-2000 Spiel- und Sportpark am Kronsberg in Hannover
1999/2000 Allergologischer Kommunikationspark in Bad Lippspringe

Kulturbauten:
1972/73 Staatsbibliothek der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Tiergarten, mit H. Mattern
1973 Staatliches Institut für Musikforschung und Instrumentenmuseum in Berlin
1973/74 Kongreßzentrum Berlin, Dachgarten
1976-1980 Villa von der Heydt, Sitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin
1981/82 Bildungsstätte der IG Metall in Berlin-Pichelsee
1983 Kammermusiksaal an der Berliner Philharmonie
1988-1990 Tagungszentrum Messe, Hannover
1987-1996 Museen Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin
1992-1995 Haus Arbeitssicherheit, Bad Wilsnack
1996 Kloster St. Marienthal, Klosterhof

Schulbauten:
1968-1972 Tagesheimgymnasium, Osterburken
1972 Deutsche Schule, Washington
1972/73 Gesamtoberschule, Berlin-Kreuzberg
1974/75 Gesamtschule, Herten/Westfalen
1976-1979 Oberstufenzentrum, Berlin-Tempelhof
1995-1996 Schulzentrum, Weyhe (Wettbewerb 1993)
1997-1999 Landessportschule Niedersachsen, Hannover

Hochschulbauten:
1979/80 Universität Osnabrück, Botanisches Freigelände
1975-1982 Technische Universität Berlin, Institute für Mathematik, Physik und Elektrotechnik
1992-1996 Fachhochschule, Hildesheim
1993-1997 Fachbereich Chemie, Universität Hannover
1995-2000 Forschungsinstitut Unterwassertechnikum, Universität Hannover

Krankenhäuser:
1976-1980 Oskar-Helene-Heim in Berlin, 1. Sanierungsbaustufe
1976-1980 Krankenhausneubau im Evangelischen Johannesstift, Berlin-Spandau

Verwaltungsbauten:
1984/85 Oberlandesgericht, Celle
1991-1994 Trigon Verwaltungsgebäude, Berlin
1996-1999 Rathaus Cloppenburg
1998-2001 Neubau der Norddeutschen Landesbank, Hannover

Industrie- und Gewerbebauten:
1984 Schering AG-Zentrale Verpackung, Berlin
1988 Siemens-Gartenfeld, Berlin
1992-1995 Siemens-Treptow, Berlin
1997-2000 Datenverarbeitungsgesellschaft-Temporärer Park und Außenräume am Verwaltungsneubau in Hannover-Kronsberg
1999/2000 Betriebsgelände Sennheiser in Wennebostel
1993-2000 Hauptpumpwerk der Berliner Wasserwerke in Berlin-Wilmersdorf

Wettbewerbe:
1984 Neues Wohngebiet für ca. 3.000 EW Hamburg, Neugraben-Fischbek, 1. Preis, mit I. und F. Spengelin
1986 Tagungszentrum Messe Hannover, 1. Preis, mit Storch und Ehlers
1993 Schulzentrum Weyhe, 1. Preis, mit Schumann und Reichert
1997 Stadtpromenade Hamburg-Harburg, 1. Preis, mit I. und F. Spengelin
1999 Allergologischer Kommunikationspark in Bad Lippspringe, 1. Preis
2000 Sparkasse Minden, 1. Preis, mit Schumann-Reichert
2000 Altmarkt Dresden, 3. Preis
2000 Nettebad Osnabrück, 1. Rang, mit Behnisch und Partner
2001 Verwaltungszentrum Klagenfurt, 1. Preis, mit Poos/Isensee

Die Bearbeitung der Projekte und Wettbewerbe seit 1995 erfolgt in Partnerschaft mit Dipl.-Ing. Christoph Schonhoff.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Gärten in Cornwall - Ein Beitrag zur Typologie des Landschaftsgartens, Berlin 1975
Freiräume in der Stadtentwicklung, 1978
Erholungsraum Stadtlandschaft, 1980
Grünfunktionen im Hamburger Hafen, mit H. Kokenge, Hannover 1982
Wohnen in den Städten? Stadtgestalt, Stadtstruktur, Bauform, Wohnform, Wohnumwelt, mit H. Luz, F. Spengelin, Akademie der Künste Berlin 1984
Natur als Kunst-Landschaftsbau und Gartenarchitektur, Braunschweig 1988
Wohn-Räume, 1990
Grünsystem und Spielraum Stadt, Hannover 1991
Paretz-Aspekte zur Dorfentwicklung, mit D. Karg, Berlin 1991
Landschaftsraum Stadt, Bremen 1992
Neue Wohnlandschaften - wohnungsnahes Grün, 1993
Landschaftsplanung in der Stadt? Reflexionen, Hannover 1995
Pflege- und Entwicklungskonzept Äußerer Grüngürtel Köln, mit J. Bauer, Köln 1995
Positionen zeitgenössischer Landschaftsarchitektur, Worms 1997
Stadtlandschaft, Gliederungsprinzip in der Agglomeration, Hannover 2000
Standpunkte heutiger Landschaftsarchitektur, 2000

Auszeichnungen

Zahlreiche Preise bei Ideen- und Realisierungswettbewerben
2003 Friedrich-Ludwig-von Sckell-Ehrenring für Landschaftsarchitektur, München