Musik – Mitglieder

Adriana Hölszky

Komponistin

Am 30. Juni 1953 in Bukarest geboren, lebt in Stuttgart.
Seit 2003 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Musik.

Biographie

1959-1969 Klavierunterricht am Musiklyzeum Bukarest (Hauptfach Klavier bei Rosca Berdan).
1961 erste Kompositionen.
1972-1975 Kompositionsstudium an der Musikhochschule in Bukarest bei Stefan Niculescu.
1976 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland.
1977-1980 Kompositionsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Milko Kelemen, Klavierkammermusik bei Günter Louegk, Konzerttätigkeit als Pianistin im Lipatti-Trio.
1978-1979 Internationale Sommerakademie "Mozarteum" in Salzburg bei Antonio Janigro.
1978-1984 Teilnahme an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.
1980 Accademia Musicale Chigiana bei Franco Donatoni in Siena.
1980-1981 Mitglied der Komponistengruppe und Mitorganisation der Konzertreihe "Neue Musik kommentiert" in Stuttgart.
1980-1989 Lehrauftrag für Musiktheorie/Gehörbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
1981 Kompositionskurs bei Isang Yun in Hichenbach
1982 Großes Kompositionsexamen an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
1983 Stipendium der Kunststiftung Baden-Würtemberg.
1986 Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Dozentin im Komponistenforum.
1987 Stipendium des Kultusministeriums Niedersachsen.
1990 Vorträge und Porträtkonzerte in Bordeaux, Pau und Tokio.
1992 Kompositionsseminare und Vorträge in Tokio, Kyoto und am Pariser IRCAM.
1993 Porträtkonzerte und Vorträge in Athen, Thessaloniki und Boston.
1993 Stipendienaufenthalt in der Villa Massiomo, Rom.
1993-1995 Lehrauftrag für Partiturspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
1994 Leitung von "Kinder komponieren", Projekt des Landes Baden-Württemberg.
1995-1997 Dozentin für Partiturspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
1996 Seminar- und Konzertveranstaltungen in Viitasaari/Finnland.
1997-2000 Professur für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Seit 2000 Professur für Komposition am Mozarteum Salzburg.

Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München

Aufführungen bei nationalen und internationalen Festivals, u. a. IGNN World Music Days/Dänemark, Donaueschinger Musiktage, Steirischer Herbst/Graz, Aspekte/Salzburg, Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik, Forum de la Création/Paris, Gulbenkian Stiftung/Lissabon, Gaudeamus Festival/Holland, Det Europaeiske Musikar/Kopenhagen, UDI/Rom, Focus! Festival, Julliard School/New York, Internationales Schlagzeugfestival/Paris, Internationale Ferienkurse für Neue Musik/Darmstadt, FWCJ/Tokyo, Wien Modern, Helsinki Festival, Akiyoshidai International Contemporary Music Festival/Japan, Tokyo Summer Festival.

Werk

(Auswahl):
Musiktheater:
1987 "Bremer Freiheit", Singwerk auf ein Frauenleben nach dem gleichnamigen Schauspiel von Rainer Werner Fassbinder, Libretto von Thomas Körner
1993-1995 "Die Wände", Musiktheater in 3 Akten nach dem Schauspiel "Les Paravents" von Jean Genet, Libretto von Thomas Körner
1996/97 "Tragödia, der unsichtbare Raum" für Bühnenbild und 18 Instrumentalisten, Tonband und Live-Elektronik
1998-2000 "Giuseppe e Sylvia", Oper in 13 Bildern, Libretto von Hans Neuenfels

Orchester:
1979/80 "Space" für 4 Orchestergruppen
1990 "Lichtflug" für Violine, Flöte und Orchester
1994/2001 "An die Nacht" für großes Orchester
1995 "Cargo" für großes Orchester
1995 "Arena" für Orchester
1998/99 "Klaviatur der Mythen" für sechs solistische Schlagzeuger und Streichorchester
2000/2001 "on the other side" für Mundharmonika, Klarinette, Akkordeon und Orchester

Ensemble:
1984 "Erewhon" für 14 Instrumentalisten mit Zusatzinstrumenten
1984/85 "Klangwerfer" für 12 Streicher
1985 "Requisiten" für 9 Instrumentalisten
1996/97 Tragödia, der unsichtbare Raum", für 18 Instrumentalisten, Tonband und Live-Elektronik
1999 "High Way" für Akkordeon und 18 Instrumente

Vokalmusik:
1977 "Monolog" für eine Sängerin mit Pauke
1978 "... es kamen schwarze Vögel" für 5 Vokalisten mit Percussion
1978/98 "Il étrait un homme rouge" für 12 solistische Stimmen und Klangsteine (ad libitum)
1980 "Omaggio a Michelangelo" für 16 solistische Stimmen
1986 "immer schweigender" für 4 achtstimmig gemischte Chorgruppen
1988 "Vampirabile" Lichtverfall für 5 Vokalisten mit Percussion
1989/90 "... geträumt" für 36 Vokalisten
1090/93 "Message" für Mezzosopran, Bariton, Sprecher, diverse Klangrequisiten, Tonband und Live-Elektronik
1993 "Gemälde eines Erschlagenen" für 72 Vokalisten
2000/01 "umsphinxt ... Ein Rätsel für Raubvögel" für 48 Stimmen

Kammermusik:
1978 "Kommentar für Lauren" für Sopran, 8 Bläser und Schlagzeug
1981 "Innere Welten I", Streichtrio und Fassung für Streichquartett "Innere Welten II" (1981/82)
1981 "Questions" für Sopran, Bariton, Violine, Violoncello, Piccoloflöte, Gitarre und Klavier
1982 "Intarsien I" für Flöte, Violine und Klavier
1982 "Intarsien II" für Flöte, Violine, Cembalo und Klavier
1982/83 "Intarsien III" für Flöte, Violine und zwei Klaviere
1982-1985 "Quasi una fantasia II" für 2 Flöten, Violine und 2 Klaviere
1983 "Sonett" für Sopran (oder Mezzosopran) und 2 Gitarren (oder 1 Gitarre)
1985/90 "... und wieder Dunkel I" für Schlagzeug und Orgel
1986 "... und wieder Dunkel II" für Schlagzeug und Klavier
1989/90 "Hängebrücken - Streichquartett an Schubert" für Doppelquartett oder Quartett
1989/90 "Flöten des Lichts", Flächenspiel für eine Sängerin und 5 Bläser
1991/92 "Segmente I für sieben Klangzentren" (Piccoloflöte, Akkordeon, Euphonium, Cymbalon, Klavier, Kontrabass, Schlagzeug)
1992 "Segmente II für zwei Klangzentren" (Klavier, Schlagzeug)
1992 "Segmente III für drei Klangzentren" (Oboe, Akkordeon, Kontrabass)
1992 "WeltenEnden" für einen oder 4 Blechbläser
1993 "A due", Wellenstudie für 2 Klarinetten in Es
1996 "Qui andit me" für Altflöte, Viola, Gitarre und Sprechstimme ad. lib.
1996/98 "Wolke und Mond" für Violoncello oder Violine und Akkordeon
1997 "Avance - Impulsions méchaniques" für Bassklarinette, Euphonium, Violoncello und Klavier
1999 "Spin 2" für Keyboards (Klavier/Synthesizer) und Violine
1999 "Maske und Farbe" für Bariton oder Countertenor und Klavier

Schlagzeug:
1988 "Wirbelwind" für 4 Trommler
1989/90 "Jagt die Wölfe zurück!" für 6 Schlagzeuger
1989/90 "Karawane" für 12 Schlagzeuger
2000 "Traumlied" für Schlagzeug solo

Soloinstrumente:
1981/83 "Flux-Reflux" für Alt-Saxophon
1982 "Quasi una fantasia I" für Oboe
1982/83 "Decorum" für Cembalo
1983 "Nouns to Nouns I", Musik für Violine solo nach einem Gedicht von E.E. Cummings
1983 "Nouns to Nouns II" für Violoncello solo
1986/87 "Hörfenster für Franz Liszt" für einen Pianisten
1991/92 "Miserere" für Akkordeon
1992 "WeltEnden" für einen (oder 4) Blechbläser (Euphonium, Flügelhorn, Trompete, Piccolotrompete, Alphorn)
1993 "Klangwaben", Signale für Violine solo
1996/97 "... und ich sah, wie ein gläsernes Meer mit Feuer gemischt ..." für Orgel
2000 "High Way for One" für Akkordeon solo
2000 "Traumlied" für Schlagzeug solo

Auszeichnungen

1978 Preis bei den Internationalen Kammermusikwettbewerb in Florenz
1980 Preis bei den Internationalen Kammermusikwettbewerb in Colmar
1979 1. Preis des Kompositionswettbewerbs Valentino Bucchi, Rom für
"Pulsationen II"
1981 Gaudeamus-Kompositionspreis für "Omaggio a Michelangelo", Bilthoven/Holland
1982 Max-Deutsch-Preis, Paris für "Space"; Preisträgerin der Stadt Stuttgart für "Innere Welten"
1882 Kompositionspreis der Stiftung Ostdeutscher Kulturrat
1983 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1985 Johann-Wenzel-Stamitz-Förderungspreis der Künstlergilde
1985 Preisträgerin der GEDOK Mannheim
1985 1. Preis der Ensemblia Mönchengladbach für "Intarsien III"
1987 Stipendium des Kultusministeriums Niedersachsen
1988 Brahms-Förderpreis
1988 Preisträgerin der Stadt Stuttgart für "immer schweigender" und "... und wieder Dunkel"
1989 1. Preis beim Kompositionswettbewerb GEDOK Mannheim
1990 Heidelberger Künstlerinnenpreis; Schneider-Schott Musikpreis, Mainz
1991 Rom-Preis der Villa Massimo