Bildende Kunst – Mitglieder

VALIE EXPORT

eigtl. Waltraud Höllinger

Medienkünstlerin, Performancekünstlerin, Filmemacherin

Am 17. Mai 1940 in Linz/Österreich geboren, lebt in Wien.
Seit 2003 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Bildende Kunst.

Biographie

1955-1958 Studium an der Kunstgewerbeschule, Linz.
1960-1964 Studium an der Höheren Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie, Wien.
1965/1966 Arbeit als Scriptgirl, Cutterin, Filmkomparsin.
1967 Der Name VALIE EXPORT- in Versalien geschrieben - wird als künstlerisches Konzept und Logo erfunden und eingeführt.
Gründungsmitglied der Austrian Filmmakers Cooperative, Wien.
Mitglied des Wiener Instituts für direkte Kunst (1966 von Günter Brus und Otto Mühl gegründet).
1975 Gründung der Film Women International (UNESCO), mit Agnès Varda und Susan Sontag.
1979 Lehrauftrag für Performance und Video an der Kunsthochschule Braunschweig.
1981-1983 Lehrauftrag für Video an der Hochschule von Linz.
Gastprofessuren für Film, Video, Performance, Installation an verschiedenen amerikanischen und europäischen Universitäten.
Seit 1981 Vorträge an Universitäten und Kunstschulen, u. a. Art School of Whitney Museum of American Art, New York, The Art Institute of Chicago, Walker Art Center, Minneapolis/Minnesota, Stanford University, California.
1985 ausländisches Mitglied der American Cinematheque, Los Angeles.
1989-1991 Professorin an der University of Wisconsin, Milwaukee.
1991 Internationale Sommerakademie Salzburg (auch 1993, 1997 und 1998).
1991-1995 Professorin für Visuelle Kommunikation / Gestalten mit technischen Bildmedien an der Hochschule der Künste, Berlin.
1994-1995 Vizepräsidentin der Hochschule der Künste, Berlin.
1995-2005 Professorin für Medienkunst, Multimedia und Performance an der Kunsthochschule für Medien, Köln.
2008 Mitglied des Universitätsrates der Kunstuniversität Linz.

Werk

Einzelausstellungen (Auswahl):
1971 Galerie Klewan, Wien
1975 Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris
1976 Galeria Sztuki, Lublin
1977 Galerie Krinzinger, Innsbruck
Galerie Stampa, Basel
Galerie Nächst St. Stephan, Wien
1978 Galerie Mike Steiner, Berlin
Modern Gallery, Lublin
1986 Eubie Blake Museum, Baltimore
1988 Hardley Martin Gallery, San Francisco
1990 Museum moderner Kunst, Wien (auch 1997)
Generali Foundation, Wien (auch 1996)
1991 Barbara Gross Galerie, München
Galerie Fotohof, Salzburg (auch 1997)
1992 Aspekte Galerie, München
Oberösterreichisches Landesmuseum, Linz
1994 Vorarlberger Kunstverein, Bregenz
Galerie Museum, Bozen
1996 Klemens Gasser & Tanja Grunert, Köln
1997 Jüdisches Museum, Wien
1998 Aachener Kunstverein
Residenzgalerie, Salzburg
Fotogalerie, Wien
1989 Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt am Main,
Museum of Modern Art, New York
2000 Goldie Paley Gallery, Philadelphia
Santa Monica Museum of Art, Santa Monica, California
Maltz Gallery, Otis College of Art and Design, Los Angeles
Klemens Gasser & Tania Grunert, Inc., New York
Galerie im Taxispalais, Innsbruck
Whitechapel Gallery, London
Galerie Karin Günther, Hamburg
2001 Hamburger Kunsthalle
Edith Ruß Haus, Oldenburg und Kunstverein Oldenburg
2002 Charim Galerie, Wien
2003 Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin in Zusammenarbeit mit und in der Akademie der Künste, Berlin
2003 Centre National de la Photographie (CNP), Paris
2004 Musée d’Art Moderne et Contemporain, Genf; Camden Arts Centre, London
2004/2005 Österreichische Galerie
Belvedere, Atelier Augarten, Wien
2005 Sammlung Essl, Klosterneuburg
2007 National Centre for Contemporary
Art, Moskau u. a. Orte;
Einrichtung eines Valie-Export-Raums im Centre Georges Pompidou, Paris
2008 The Swedish Contemporary Art Foundation; Charim Ungar Contemporary Berlin

Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen und Festivals weltweit (Auswahl):
1977 documenta 6, Kassel
1978 Biennale di Venezia, Arte et Cinema, Vorführung des Films "Unsichtbare Gegner"
1980 Biennale di Venezia, Österreichischer Pavillon (mit Maria Lassnig), auch 2007, 2009)

Neben der Erarbeitung und Organisation von internationalen Gruppenausstellungen, Symposien und Filmprogrammen ist VALIE EXPORT auch Autorin und Herausgeberin von Texten und Büchern zu Themen wie Feminismus, Film, Performance, Body Art u. a.:
Feminismus und Kunst, in: Neues Forum, Wien 1973
MAGNA. Feminismus: Kunst und Kreativität. Ein Überblick über die weibliche Sensibilität, Imagination, Projektion und Problematik, suggeriert durch ein Tableau von Bildern, Objekten, Fotos, Vorträgen, Diskussionen, Lesungen, Filmen, Videobändern und Aktionen, Galerie Nächst St. Stephan, Wien 1975
Aktionistischer Feminismus. Aspekte, in: Frauen in der Kunst, edition suhrkamp, Frankfurt am Main 1980
expanded cinema, in: omnibus. Berliner Kulturzeitschrift (6), 1982
Kunst mit Eigen-Sinn. Aktuelle Kunst von Frauen. Texte und Dokumentation, Löcker, Wien, München 1985
Das Reale und sein Double: Der Körper, Benteli, Bern 1987
Die Frau und das Reale: das verdrängte Soziale, in: Zur Krise der politschen Kultur, Akademie der Künste, Berlin 1988
Persona, Proto-Performance, Politics: A Preface, in: Discourse, A Journal for Theoretical Studies in Media and Culture. Performance Issue(s): Happening, Body Spectacle, Virtual Reality. Ed.: Herb Blau, VALIE EXPORT, Berkeley 1992
Der Riß im Bild oder Raum-Zeit-Brüche, in: Suture - Phantasmen der Vollkommenheit, Salzburger Kunstverein, Salzburg 1995
Mediale Anagramme, in: White Cube/Black Box, Generali Foundation, Wien 1996

Literatur (Auswahl):
VALIE EXPORT, Ob / DE+Con (Structio). Hg. Goldie Paley Gallery, Philadelphia 2000
VALIE EXPORT - eine Werkschau. Hg. Sammlung Essl - Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg 2005
VALIE EXPORT. Hg. National Centre for Contemporary Art und Ekaterina Foundation, Moskau, Frankfurt am Main 2007
EXPORT LEXIKON, Chronologie der bewegten Bilder
bei VALIE EXPORT. Hg. Sylvia Szely, Wien 2007

Auszeichnungen

1968 Bester politischer Film, 2. Maraisiade Junger Film, Wien, für "Ping Pong, Expanded Cinema"
1969 Förderpreis für Filmkunst der Gemeinde Wien
1974 Staatsstipendium für Literatur, BM Wien
1977 Besondere Erwähnung für Outstanding Film, 21st International Filmfestival, London
1977 Von einer Jury ausgewählt, soll VALIE EXPORT für ihren Spielfilm "Unsichtbare Gegner" mit dem Österreichischen Staatspreis für Film ausgezeichnet werden, doch der zuständige Minister Fred Sinowatz verweigert seine Zustimmung.
1978 Spezialpreis der Jury der XXI. Mostra Internatzionale del Film d'Autore, San Remo
1985 Spezialpreis des 8. Tyneside Filmfestivals, Newcastle, Großbritannien
Spezialpreis der Jury des 27. International Festival of Documentary and Short Film, Bilbao, Spanien
Internationaler Jurypreis, 31. Westdeutsche Kurzfilmtage, Oberhausen
1988 Festivalpreis des 7th Annual Daniel Wadsworth Memorial Video Festival, Hartford, Connecticut
Festivalpreis, San Francisco International Video Festival
1990 Kunstpreis der Stadt Wien
1991 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Film, Linz
1992 Auszeichnung für Computergrafik, ars electronica, Linz
1993 Österreichischer Würdigungspreis für Videokunst
1995 Skulpturenpreis der EA-Generali Foundation, Wien
Sixth International Drawing Triennal Prize, Warschau, Polen
1997 Gabriele-Münter-Preis, Bonn
1998 1. CD-ROM-Preis der Videonale Bonn
Österreichischer Würdigungspreis für Künstlerische Fotografie, Wien
Gustav-Klimt-Preis, Wien
2000 Oskar Kokoschka-Preis, Wien. Aus politischen Gründen weigert sich VALIE EXPORT, den Preis von einem Mitglied der schwarz-blauen Bundesregierung entgegenzunehmen. Der Preis wird durch den Vorsitzenden der unabhängigen Jury übergeben.
Alfred Kubin-Preis, Land Oberösterreich
2003 Preis der Stadt Linz