Bildende Kunst – Mitglieder

Wulf Herzogenrath

Kunsthistoriker und Kurator

Am 23. März 1944 in Rathenow/Mark Brandenburg geboren, lebt in Berlin.
Seit 2006 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Bildende Kunst.
Seit 2012 Direktor der Sektion Bildende Kunst.

Biographie

1963/64 Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Volkskunde an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, 1964/65 an der Freien Universität Berlin., 1966/70 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn.
1967/68 Bearbeitung des Kataloges "50 Jahre Bauhaus".
1970 Promotion über Oskar Schlemmers Wandbilder in Bonn bei Herbert von Einem.
1971/72 Mitarbeit am Museum Folkwang, Essen, und Leiter des Kunstrings.
1973-1989 Direktor des Kölnischen Kunstvereins.
1977 und 1987 Mitarbeit an der documenta 6 und 8 in Kassel.
1980-1988 Mitbegründer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine.
1983-1997 stellvertretender Sprecher der Internationalen Kunst-Ausstellungsleiter-Tagung.
1989-1994 Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin, Aufbau des Museums im Hamburger Bahnhof.
1994-2011 Direktor der Kunsthalle Bremen.
Seit 1995 Honorarprofessor an der Hochschule für Künste, Bremen.
Seit 2003 Mitglied des Hochschulrates der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig,
seit 2008 Vorsitzender.
2007 Vorsitzender der Jury des Kaiserrings der Stadt Goslar.

Werk

Veröffentlichungen zu Themen der Kunst der 1920er Jahre, des Bauhauses, der aktuellen Kunst, der Photographie, der Videokunst und zu Fragen der Kunstvermittlung.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Videokunst in Deutschland 1963-1982. Stuttgart 1982
Monographie Nam June Paik, Musik-Fluxus.
Video, München 1983
Raum Zeit Stille. Kölnischer Kunstverein, 1985
bauhaus utopien - Arbeiten auf Papier. Stuttgart
1988
Video Skulptur retrospektiv und aktuell 1963-1989. Köln 1989
Otto Dix. Nationalgalerie SMPK Berlin, Galerie der Stadt Stuttgart, Stuttgart 1991
Ausstellungsserie "Fotografie in Deutschland - 1850 bis heute", ifa - Institut für Auslandsbeziehungen, Stuttgart
Mehr als Malerei - Vom Bauhaus zur Video-Skulptur. Regensburg 1994
Die Große Galerie in der Kunsthalle Bremen. Bremen 1995
(Mithg.) TV Kultur - Das Fernsehen in der Kunst seit 1879. Dresden 1997
Nam June Paik, Fluxus/Video. Kunsthalle Bremen, Bremen 1999
(Mithg.) Björn Melhus. Video, Kunsthalle Bremen, Bremen 2002
(Mithg.) Van Gogh: Felder. Das Mohnfeld und der Künstlerstreit. Kunsthalle Bremen, Stuttgart 2002
Peter Campus. Analog + digital 1973-2003. Kunsthalle Bremen, Bremen 2003
(Mithg.) Monet und Camille. Kunsthalle Bremen, München 2005
(Initiator, Mithg.) 40jahrevideokunst.de. Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute. Stuttgart 2006
(Mithg.) Paula in Paris. Kunsthalle Bremen, München 2007
Marcel Odenbach. Kunsthalle Bremen, Köln 2008
"John Cage und …" Bildender Künstler - Einflüsse, Anregungen, Köln 2012

Als Direktor der Kunsthalle Bremen Organisator zahlreicher Sonderausstellungen (Auswahl):
1999 Retrospektive des Videokunst-Pioniers Nam June Paik
2000 Der Blaue Reiter
2002/03 Van Gogh: Felder
2005/06 Monet und Camille - Frauenportraits im Impressionismus
2007/08 Paula in Paris

2012 "John Cage und …" Bildender Künstler - Einflüsse, Anregungen. Ausstellung, Akademie der Künste, Berlin, in Kooperation mit dem Museum der Moderne Salzburg (2. Station)

Auszeichnungen

2011 Bremische Medaille für Kunst und Wissenschaft