Literatur – Mitglieder

Péter Nádas

Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Essay)

Am 14. Oktober 1942 in Budapest geboren, lebt in Gombosszeg/Ungarn.
Seit 2006 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur.

Biographie

Aufgewachsen in Ungarn.
1962-1965 Besuch der Journalistenschule.
1961-1968 Arbeit als Zeitungsfotograf und Journalist.
1965 erste Erzählung "Die Bibel".
1967-1969 zwei Sammelbände mit Erzählungen, dann sieben Jahre Publikationsverbot.
1981 Gast des Künstlerprogramms des DAAD in Westberlin.
Seit 1985 freier Schriftsteller.
2000-2005 Fotoausstellungen in Budapest, Zürich, Paris, Den Haag und Berlin.
2001 Vorlesungen zur Literatur am Institut für Germanistik in Wien.
2002/03 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Mitglied der Académie Europénne des Sciences, des Arts et des Lettres, Paris, und der Akademie Széchenyi der Literatur und Künste, Budapest

Werk

Veröffentlichungen in deutscher Sprache (Auswahl):
Ende eines Familienromans. Roman. Übers. Hildegard Grosche. Frankfurt a.M. 1977
Der Lebensläufer. Ein Jahrbuch. Übers. Hildegard Grosche. Berlin 1989
Von der himmlischen und der irdischen Liebe. Essay. Übers. Magda Berg und Dirk Wölfer. Berlin 1991
Buch der Erinnerung. Roman. Übers. Hildegard Grosche. Berlin 1992
Liebe. Erzählung. Übers. Christina Viragh. Berlin 1996
Minotaurus. Erzählung. Übers. Hildegard Grosche, Agnes Relle, Christian Polzin und Christina Viragh. Berlin 1997
Etwas Licht. Fotografische Arbeiten 1959-1999 mit autobiografischen Texten. Übers. Zsuzsanna Gahse. Göttingen 1999
Heimkehr. Essays. Übers. Zsuzsanna Gahse, Hildegard Grosche, Krisztina Koenen, Laszlo Kornitzer, Terézia Mora, Kristin Schwamm, Wolfgang Stettin und Christina Viragh. Reinbek 1999
Ohne Pause. Hausputz. Begegnung. Beerdigung. Drei Stücke. Übers. Ilma Rakusa. Reinbek 1999
Die schöne Geschichte der Fotografie. Novelle. Übers. Akos Doma. Berlin 2001
Freiheitsübungen und andere kleine Prosa. Ruth Futaky, Zsuzsanna Gahse, Laszlo Kornitzer und Ilma Rakusa. Berlin 2001
Der eigene Tod. Fotografische Arbeiten 2000-2001 mit einem autobiografischen Text. Übers. Heinrich Eisterer. Göttingen 2002
Zwiesprache. Vier Tage im Jahr 1989. Gespräch mit Richard Swartz. Übers. Christina Viragh. Berlin 2004
Behutsame Ortsbestimmung. Übers. Heinrich Eisterer. Berlin 2006
Spurensicherung. Übers. Akos Doma und Ruth Futaky. Berlin 2007
Heute. Erzählung und Fotografien. Übers. Ruth Futaky. Neumarkt 2008
Die Bibel. Erzählung. Übers. Ruth Futaky. Berlin 2009
Sirenengesang. Ein Satyrspiel. Übers. Ilma Rakusa. In: RUHR.2010. Hg. Uwe B. Carstensen, Stefanie von Lieven: Theater Theater. Odyssee Europa. Aktuelle Stücke. Frankfurt am Main 2010
Schatten an Mauern. Photographien aus dem Zyklus "Aufleuchtende Details" und ein Romanauszug.
Übersetzung von Akos Doma. Mit einem Nachwort von Joachim Sartorius. Neumarkt 2010
Parallelgeschichten. Roman. Übers. Christina Viragh. Reinbek 2012
Arbor mundi. Über Maler, Bildhauer und Fotografen. Essays. Wädenswil (CH) 2012
Salz der Erde. 12 Geschichten. Wädenswil 2016

Auszeichnungen

1980 Mikes-Kelemen-Preis, Niederlande
1986 Örley-Preis, Ungarn
1988 Déry-Tibor-Prämie, Ungarn
1989 Preis für ungarische Kunst, Budapest
1990 Krúdy-Preis, Ungarn
1991 Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur
1992 Kossuth-Preis, Budapest
1995 Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung
1995 József-Attila-Preis, Ungarn
1998 Prix du Meilleur Livre Étranger, Paris
2003 Kafka-Preis, Prag
2004 Chevalier des Arts et des Lettres, Frankreich
2005 Márai-Preis
2005 Palladium-Preis
2006 Glasperlen-Preis
2007 Franz-Werfel-Menschenrechtspreis
2005 Pro Urbe Budapest
2006 Sándor-Máral-Preis
2007 Verdienstorden der Ungarischen Republik
2012 Literatur- und Übersetzungspreis "Brücke Berlin" für "Parallelgeschichten". Gemeinsam mit der
Übersetzerin des Romans Christina Viragh
2014 Würth-Preis für Europäische Literatur