Musik – Mitglieder

Enno Poppe

Komponist, Dirigent

Am 30. Dezember 1969 in Hemer/Sauerland geboren, lebt in Berlin.
Seit 2008 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Musik.
Seit 2012 Stellvertretender Direktor der Sektion Musik.

Biographie

1990-1996 Studium in Komposition und Dirigieren bei Friedrich Goldmann und Gösta Neuwirth, Universität der Künste Berlin, weiterführende Studien in Klangsynthese und algorithmischer Komposition, Technischen Universität Berlin und Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.
Seit 1998 Leitung des ensemble mosaik.
2002-2004 Lehrbeauftragter für Komposition an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin.
2004 Lehrtätigkeit bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.
International gefragter Dirigent für zeitgenössische Musik.
Kompositionsaufträge großer Festivals wie Wittener Tage für Neue Kammermusik, Berliner Festwochen, Ultraschall (Berlin), MaerzMusik (Berlin), ECLAT (Stuttgart), musica viva (München), Musikbiennale (München), Donaueschinger Musiktage, Salzburger Festspiele.
Zusammenarbeit mit Interpreten wie SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Junge Deutsche Philharmonie, Ensemble Modern, Klangforum Wien, ensemble mosaik, Ensemble Contrechamps, musikFabrik, Ensemble 2e2m, Arditti Quartet, Kairos-Quartett, SWR Vokalensemble, Stefan Asbury, Pierre Boulez, Peter Rundel.

Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München, und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf.

Werk

(Auswahl):
1993/99 Familien-Bild / Klavierkonzert für Klavier und Ensemble
1993 17 Etüden für die Violine, 2. Heft
1994 28 I 94 für Klavier und Orgel
1995 Knabenträume für Ensemble; 27 XI 95 für Gitarre
1993/97 Thema mit 840 Variationen für Klavier
1996/99 Gelöschte Lieder für Flöte, Klarinette, Geige, Cello und Klavier
1999 Bastard für Sopran, Bariton und präpariertes Klavier
1999/2000 Knochen für Ensemble; Holz für Klarinette und kleines Ensemble
2000/04 Scherben für Ensemble
2001/04 Öl für Ensemble
2002 Herz für Violoncello; Tier für Streichquartett
2003 Rad für zwei Keyboards
2002/04 Interzone, Lieder und Bilder für 6 Stimmen, Ensemble und Elektronik, Text Marcel Beyer, Video und Bühne Anne Quirynen
2000/04 Holz solo für Klarinette oder Fagott
2004 Trauben für Violine, Cello und Klavier
2005 Wespe für Stimme solo, Text Marcel Beyer
2005/06 Keilschrift für Orchester
2006 Obst für Orchester
2006 Gold für 32-stimmigen gemischten Chor. Texte Arno Holz
2007/08 Arbeit Nahrung Wohnung. Bühnenmusik für 14 Herren, Libretto Marcel Beyer
2008 Altbau für Orchester
2008 Zug für sieben Blechbläser
2009 Markt für Orchester
2009 Schrank für neun Musiker
2009 Tonband für zwei Keyboarder, zwei Schlagzeuger und Live-Elektronik
2010 Wald für vier Streichquartette
2010 Speicher I für großes Ensemble
2010 Speicher IV für großes Ensemble
2012 Welt für Streichorchester
2012 IQ, Oper, Libretto Marcel Bayer

Auszeichnungen

1992,1995,1998 Kompositionsstipendium des Berliner Senats
1994 Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz
1996 Studienaufenthalt an der Cité Internationale des Arts, Paris
1998 Boris-Blacher-Preis
2001 Kompositionspreis der Stadt Stuttgart
2001 Stipendium der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung
2002 Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste, Berlin
2002/03 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude
2004 Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung
2005 Schneider-Schott-Musikpreis
2006 Villa-Serpentara-Stipendiat
2008 Composer in Residence bei Wien modern
2009 Composer in residence bei 2e2m, Paris
2009 Kaske-Preis der Christoph-und Stephan-Kaske-Stiftung, München
2011 HappyNewEars Komponistenpreis der Hans und Gertrud Zender-Stiftung