Musik – Mitglieder

Cornelius Schwehr

Komponist

Am 23. Dezember 1953 in Freiburg im Breisgau geboren, lebt in Forchheim.
Seit 2009 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Musik.

Biographie

1970-1974 Theorie- und Kompositionsunterricht bei Walter Heck (Freiburg).
1975-1981 Studium an der Musikhochschule in Freiburg in den Fächern Komposition (Klaus Huber), Theorie (Peter Förtig), Gitarre (Denise Lavenchy).
1981-1983 Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule in Stuttgart.
1981-1995 Lehrauftrag im Fach Musiktheorie an der Musikhochschule in Freiburg.
1983 Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWF.
1985 Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg.
1986-1989 Lehrauftrag für Musiktheorie an der Musikhochschule in Karlsruhe.
1989-1995 Lehrer für Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule in Winterthur/Schweiz.
1995-2009 Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule in Freiburg.
Seit 2009 Professor für Komposition und Filmmusik an der Musikhochschule in Freiburg.

Werk

(Auswahl):
Solo- und Kammermusik, Orchester, Musiktheater:
1980/81 Quintus 1 für Gitarre, Oboe, Trompete, Viola und kleine Trommel
1982 Krachend lachen die Harmlosfröhlichen auf ihrer Stange für Frauenstimme und Ensemble
1982 Do you know, what it means to miss… für Klavier
1987/88 alles zu werden: Signale! Für Posaune
1988 sub-version für Gitarre
1989/90 Deutsche Tänze für 5 Frauenstimmen
1990/91 poco a poco subito für Violoncello und Klavier
1991/92 aber die Schönheit des Gitters für Kammerensemble und Filmprojektion (ad lib)
1991/92 aus den kamalattanischen Liedern für Akkordeon
1993 Winterdeutsch für Sprecherin, Sprecher und Kammerensemble
1995/96 à nous deux für Viola, Klavier und Orchester
1996 wie bei Bogen und Leier für Flöte, Oboe und Klarinette
1996 attacca für Streichquartett
1996-1998 Heimat Oper in 2 Akten
1999 aria für Flöte, Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello
1999 nocture/double für Klarinette, Posaune, Violoncello und Klavier
1999/2000 3 Geschichten nach Texten von Hermann Kinder für Sprecherin, Flöte, Klarinette, Violoncello, Klavier und Zuspielung
2000/01 schlafen, träumen, singen für Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor und Bass
2001 da capo/Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier
2001 acompagnato (mutuo) für Viola und Akkordeon
2001 acompañado (vice versa) für Violoncello und Akkordeon
2002/03 Air/Double für Trompete, Posaune, Violoncello, Klavier
2005 ohne Ufer, eine Einladung für 8 Stimmen und Akkordeon
2007 Dämm'rung - ein Torkeltanz für Altföte, Klavier und Schlagzeug
2007 parlando für 4 Tenorposaunen
2008 Notturno für Klarinette und Klavier
2009 Dichterlos für Altflöte, Klarinette,Viola, Violoncello und Klavier

Bearbeitungen:
1980 Ein Hauch von Unzeit (Klaus Huber) für Gitarre
1991/92 plus-minus (Karlheinz Stockhausen) Ausarbeitung für Kammerensemble
2005 Drei Lieder aus Des Knaben Wunderhorn (Gustav Mahler) für Frauenstimme und Ensemble

Filmmusik:
1991 Der Pannwitz-Blick, Dokumentarfilm von Didi Danquart, WDR (Deutscher Dokumentarfilmpreis 1991)
1994 Wundbrand, Dokumentarfilm von Johann Feindt und Didi Danquart, ZDF/arte
1998 Viehjud Levi, Spielfilm von Didi Danquart, zero Film
1999/2000 Der schwarze Ritter, Fernsehfilm in der Reihe Tatort von Didi Danquart, SWR
2003/04 hilla rebay die baronesse und das guggenheim, Dokumentarfilm von Sigrid Faltin, ZDF/arte
2006 Panzerkreuzer Potemkin, Live-Musik zum Film von Sergej Eisenstein

Hörspielmusik:
1992/93 unser boot nach bir ould brini, Hörspiel von Christian Geissler, Regie Herrmann Naber, SWF (Hörspiel des Jahres 1993, Hörspielpreis der Kriegsblinden 1993)
1993 taxi trancoso, Hörspiel von Christian Geissler, Realisation Cornelius Schwehr, SWF
1994/95 Virchows Tod, Hörstück von Cornelius Schwehr nach einem Text von Hermann Kinder
1997 Die Durchquerung der Tiefe, Hörspiel von Ror Wolf in 2 Teilen, Regie Herrmann Naber, SWF
2007 Der Plan von der Abschaffung des Dunkels, Hörspiel in 2 Teilen nach dem Roman von Peter Hoeg, Regie Hermann Naber, SWR
2009 Der erste Schnee, Hörspiel nach einem Text von Johann Bargum, Regie Partrick Blank, SWR/WDR

Bühnenmusik:
1982 Stimmen aus dem Massengrab. Eine Passion im Zeichen des Kreuzes für Soli, Chor und Orchester in Zusammenarbeit mit Matthias Deutschmann
1986 Der gute Mensch von Sezuan. Schauspiel von Bertolt Brecht, Regie Wolf Seesemann, Städtische Bühnen Freiburg
1987 Jagdszenen aus Niederbayern. Schauspiel von Martin Sperr, Regie Wolf Seesemann, Düsseldorfer Schauspielhaus
1989 HYÄNEN VOILA! Ein Spektakel zum Skandal der Egalité von Walter Mossmann und Moc Thyssen, Tournée-Theater
1992 Mein Kampf. Schauspiel von George Tabori, Regie Wolf Seesemann, Badisches Staatstheater Karlsruhe
1993 Neuer Lübecker Totentanz. Schauspiel von H. H. Jahn, Regie Wolf Seesemann, Theater Basel/Leonhardskirche

Auszeichnungen

1980 Preis beim Ensemblia-Wettbewerb Mönchengladbach für das Streichquartett "Schatten"
1982 Preis des Internationalen Komponistenseminars Boswil für "Quintus 1"
1984 Preis des Internationalen Komponistenseminars Boswil für "Krachend lachen die Harmlosfröhlichen auf ihrer Stange"
1989 Preis beim WDR-Forum junger Komponisten für "da cap"