Musik – Mitglieder

Hans Wüthrich

Komponist

Am 3. August 1937 in Aeschi/Kanton Bern/Schweiz geboren, lebt in Arlesheim/Schweiz und Kandern/Deutschland.
Seit 2009 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Musik.

Biographie

1952-1956 Lehrerseminar in Bern.
1958-1962 Musikstudium am Konservatorium Bern bei Sava Savoff (Klavier) und Sandor Veress (Theorie).
1962 Klavierdiplom.
1967-1973 Studium der Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Zürich.
1971-1985 Kompositionsunterricht bei Klaus Huber; Lehrbeauftragter für Linguistik an den Universitäten Zürich und Basel.
1973 Promotion.
1974 Gründung des Ensembles mixt media basel, das sich besonders Werken im Zwischenbereich von Musik und Theater widmet.
1985-2002 Dozent für Musiktheorie, Analyse und Gehörbildung an der Musikhochschule Winterthur/Zürich.
Seit 2002 freischaffender Komponist.

Werk

(Auswahl):
1968 Der heimliche Weg für Sopran, Klarinette, Trompete, Viola, Cello, el. Orgel und Schlagzeug
1972/73 Requiem für Gulliver für Orchester, vier Singstimmen (SATB) und Tonband
1973 Kommunikationsspiele. Ein Konzept
1974/75 Das Glashaus, Musiktheater für sechs SprecherInnen/Akteure, Sopran, Schlagzeug und Zuspiel-CD
1978 2 Minuten gegen das Vergessen für Klavier oder Streichtrio
1978 Strawberry Jelly Fruit Bath für Flöte, Oboe, Englischhorn, Klarinette, Horn und Streichtrio
1978 Brigitte F. für Sprecher, 7 Sänger und 9 Instrumente (Flöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Schlagzeug, Viola und Violoncello)
1979 Singende Schnecke. Ein Konzept
1980/81 Procuste deux étoiles, für Orchester und Zuspiel-CD. Psychoacoustic portrait of Roland Roesch.
1982 Rrose Selavy. Sieben Spiralen, für Sopran, Alt, Tenor und Streichquartett (zum Film "anémic cinéma" von Marcel Duchamp)
1982-1984 Netz-Werk I, (...wie in einem sehr grossen Schiff oder Fisch...) für autonom kybernetisch sich selbst regulierendes Orchester ohne Dirigenten
1984/85 Netz-Werk II (Flexible Umrisse) für autonom kybernetisch sich selbst regulierendes Orchester ohne Dirigenten
1986/87 Annäherungen an Gegenwart für Streichquartett
1987-1989 Netz-Werk III (Figuren, Auflösung und unvorhersehbare Verbindungen) für Orchester ohne Dirigenten, aufgeteilt in autonome Gruppen
1989 Chopin im TGV Basel-Paris, die Sonne betrachtend für Flöte, Violine und Klavier
1989-1991 Wörter Bilder Dinge für Mezzosopran und Streichquartett
1992 LEVE. Zyklus, 15 Szenen
1993 Sky, seated man/seated woman, train, garden-pool, cut 5 Chiffren für 8 Solostimmen und 2 Keyboards
1994-1997 HAPPY HOUR. Zyklus, Acht Sports für SängerInnen, SprecherInnen, 2 Keyboards, Schlagzeug und Objekte
1998/99 Glühende Übergänge in Rot, Orange und leuchtendem Blau für Vokalensemble
2002 Walser arabien für Sopran (Mezzosopran) und Klavier, auf ein Gedicht von Robert Walser
2002/03 Drei psychophysikalische Symbole für zwei Gitarren
2004-2006 Zwölf Phasen eines Cocons und fünf dynamische Kreuze für Instrumentalensemble

Auszeichnungen

1972 Kompositionspreis der Stadt Zürich
1974, 1976, 1978 Kompositionspreise der Internationalen Kompositionswettbewerbe
Boswil
1984 Grand Prix Paul Gilson de la "Communauté radiophonique des programmes de la langue française"
1991 Spartenpreis für Musik des Kantons Basel-Landschaft