Uwe Greßmann
Eine Wanderausstellung der Akademie der Künste.

Uwe Gressmann, Selbstporträt, 1950, AdK: Uwe-Gressmann-Archiv

Der am 1. Mai 1933 geborene Uwe Greßmann, dieser „seltsamste und eigensinnigste Dichter der DDR in den Jahren nach 1960“, wie Adolf Endler ihn nannte, hinterließ bei seinem frühen Tod im Jahre 1969 ein bedeutendes und umfangreiches lyrisches Werk. Das Werk eines „Sehers, der die Kraft besitzt, die Welt nach seiner Sicht umzudeuten und so neu zu erschaffen“ (Richard Pietraß).
Die Ausstellung, im Archiv der Akademie der Künste - der Hüterin des Nachlasses von Uwe Greßmann – entstanden, folgt dem Leben und der Poetologie des Dichters. Sie widmet sich den Entdeckungen in der Lyrik des früh Verstorbenen. Die Feier im Alltag, in dem Straßenbahnen in den Kurven Geige spielen, die Idylle in ihrer geschichtsphilosophischen Dimension, die zum goldenen Zeitalter hinführt, Zeit und Raum, der Kosmos als poetisches Erlebnis oder auch der Mythos vom Weltenbaum – diesen und anderen Motiven in dem an ungewöhnlich phantasievollen Bildschöpfungen reichen Werk wird anhand von Manuskripten und Entwürfen, Studien und Notizen, Briefen und Karten (u.a. von Sarah Kirsch und Adolf Endler) nachgegangen. Des weiteren sind Dokumente und Bücher aus dem Nachlaß, graphische Arbeiten von Greßmann (er war ein ausgesprochen begabter Zeichner) und Fotografien zu sehen.

Kontakt: Barbara Heinze, Literaturarchiv der Akademie der Künste, Robert-Koch-Platz 10, 10115 Berlin, +49(0)200573000, heinze@adk.de

> Uwe-Gressmann-Archiv

Bisherige Ausstellungsorte

Berlin, Akademie der Künste 01.09. – 30.11.2004

Berlin, Zentral- und Landesbibliothek 02.04. – 23.05.2005

Leipzig, Haus des Buches/Literaturhaus Leipzig 05.02. – 31.08.2007

Gemeinde Schwielowsee 30.08. – 31.12.2008

Bad Freienwalde, Konzerthalle St. Georg 04.05. – 03.06.2012

Berlin, Galerie Pankow 10.04. – 02.06.2013

Annaberg/Buchholz, Kunstkeller Annaberg e.V. 14.09. – 10.12.2013