Die Archivabteilungen

Walter Mehring an Kurt Tucholsky, Jahreswechsel 1932/33

Ellen Auerbach, The dancer Renate Schottelius (New York), 1953

Lovis Corinth und Charlotte Berend-Corinth, Berlin 1908

Hans Scharoun, Utopischer Architekturentwurf, um 1919-21

Mary Wigman, Totentanz II, 1926

Das Archiv der Akademie der Künste vereinigt alle drei Gedächtnisinstitutionen – Archiv, Bibliothek und Museum – unter einem Dach. Es bietet dadurch ideale Forschungsbedingungen zur Kunst der Moderne und eine professionelle Betreuung des heterogenen Sammlungsgutes. Entsprechend der Mitgliederstruktur werden die Künstlerarchive in den Abteilungen Bildende Kunst, Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Film- und Medienkunst verwahrt.

Die aktive Sammlungstätigkeit begann nach dem Zweiten Weltkrieg mit zwei Schriftstellerarchiven aus dem Exil. In der Akademie Ost mit dem Nachlass des designierten Akademiepräsidenten Heinrich Mann und in der Akademie West mit dem von Georg Kaiser.

1993 erfolgte mit der Vereinigung der Akademien auch der Zusammenschluss der Archive. Die Bestände des Historischen Archivs, der Bibliothek und der Kunstsammlung gehen bis auf die Anfänge der 1696 gegründeten Preußischen Akademie der Künste zurück. Als Gedächtnis der Künstlersozietät dient das Historische Archiv. Die Bibliothek ist eine Spezialbibliothek der Künste mit dem Sondersammelgebiet Nachlassbibliotheken. Die Kunstsammlung hat ihren Ursprung in einer Lehr- und Schausammlung für die Künstlerausbildung und betreut Werke, die als Schenkungen und Belegstücke der Mitglieder oder zusammen mit Künstlerarchiven erworben wurden. Mit der Brecht-Weigel-Gedenkstätte und der Anna-Seghers-Gedenkstätte verfügt das Archiv über zwei museale Einrichtungen in den ehemaligen Wohnräumen der Künstler/innen.

Der Amerika-Nachlass von Heinrich Mann, 1956