Karl-Helbig-Archiv

Das Archiv Bildende Kunst erhielt 1996 den schriftlichen Nachlass des 1897 in Bayreuth geborenen und 1951 in Tyresör/Schweden gestorbenen Bildhauers und Malers Karl Helbig. Er enthält vor allem Plastiken, Gemälde, Zeichnungen, Skizzenbücher und Fotos. Seine Arbeitsbibliothek, der umfangreiche Briefwechsel und die persönlichen Gegenstände datieren überwiegend aus den Jahren 1934 bis 1951, seiner Lebenszeit im schwedischen Exil.
Karl Helbig studierte an der "Schule für Kunst und Gewerbe" in Nürnberg und an den "Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst" in Berlin. Als Silberschmied und freiberuflicher Maler und Bildhauer war er bis 1933 Mitglied der Berliner Secession. Über Frankreich und Dänemark floh er 1935 nach Schweden. Gemeinsam mit Künstlern wie Leo Blech, Hermann Greid, Curt Trepte u.a. engagierte er sich im 1944 gegründeten "Freien Deutschen Kulturbund", der größten Vereinigung deutschsprachiger Emigranten in Schweden.
Eine umfassende Einzelausstellung seines Werkes fand 1949 im Stockholmer Salon "De Unga" statt. Die Stadt Bayreuth hat den künstlerischen Nachlass Karl Helbigs für ihr neues Stadtmuseum übernommen.

Neues aus dem Archiv

Dieter Oesterlen, Christuskirche Bochum, 1957-59, Foto: Alain Roux

Dieter Oesterlen (1911-1994)

Dieter Oesterlen (1911-1994) zählt zu den bedeutendsten Architekten der Nachkriegsepoche in Deutschland. Als einer der Begründer der Braunschweiger Schule“ ist er vor allem durch den besonderen Umgang mit im Krieg zerstörten Baudenkmalen bekannt geworden.


In der ersten Monographie über Dieter Oesterlen, dessen Nachlaß im Baukunstarchiv der Akademie der Künste Berlin liegt, werden zentrale Arbeiten wie der Wiederaufbau der Marktkirche Hannover (1946-51) und der momentan vom Abriß bedrohte Niedersächsische Landtag (1957-62) ausführlich vorgestellt. Ein umfangreicher Bildteil nähert sich auch fotografisch der zeitlosen Qualität der Bauten Oesterlens.  > mehr