Veröffentlichung des Archivs

Archiv-Blätter 7 (Film- und Medienkunst 1)
Ulrich Thein

Ulrich Thein (1930-1995) gehörte in der DDR zu den populärsten Schauspielern und eigenwilligsten Filmemachern. 1951 nach Ost-Berlin übergesiedelt, spielte er in den fünfziger Jahren am dortigen Deutschen Theater. Bald wurde er für den Film entdeckt und übernahm Hauptrollen, u. a. in "Eine Berliner Romanze" (1955/56), "Königskinder" (1961/62), "Anton der Zauber" (1977) und "Martin Luther" (1983). Theins wichtigstes Medium wurde das Fernsehen, für das er einige der schönsten und poetischsten Filme drehte wie "columbus 64" (1965/66), "Mitten im kalten Winter" (1968) oder "Broddi" (1973-75). Seine Filme waren schnörkellos, direkt, immer mit dem Leben verbunden, so daß sein Publikum sich in ihnen erkennnen konnte. Mit dieser Publikation wird an einen profilierten Künstler erinnert, dessen Filme, volkstümlich im besten Sinne, Annäherung und Neuentdeckung verdienen.

Peter Hoff analysiert in seinem Essay die Fernsehfilme von Ulrich Thein. Es folgt ein Interview mit Theins langjährigem Kameramann Hartwig Strobel sowie Erinnerungen von Kollegen wie Doris Borkmann, Erwin Geschonneck, Christian Grashoff, Inge Keller, Armin Mueller-Stahl und Günter Reisch.

Mit einer Biografie und einem Werkverzeichnis.

Herausgegeben von Torsten Musial und Kornelia Knospe
96 Seiten, 65 s/w-Abbildungen
Akademie der Künste, Berlin 2003, ISBN-13 978-3-88331-068-9

Bestellungen sind direkt über die Buchhandlung Fürst in der Akademie der Künste möglich.