Vita Walter Benjamin

Lichtbild aus dem
Reisepaß, Berlin 1928

15. Juli 1892 Walter Bendix Schönflies Benjamin in Berlin geboren
1902-1912 Kaiser-Friedrich-Schule in Charlottenburg
1905-1907 Aufenthalt im Landerziehungsheim Haubinda – Erste Kontakte zur Jugendbewegung
1910/11 In der Zeitschrift Der Anfang publiziert Benjamin unter dem Pseudonym "Ardor" erste schriftstellerische Arbeiten
1912-1919 Studium in Freiburg i. Br., Berlin, München und Bern
1915 Lossagung von Gustav Wyneken – Bekanntschaft mit Gershom Scholem, Werner Kraft, Felix Noeggerath und Rainer Maria Rilke
1917 Heirat mit Dora Sophie Pollak
1918 Geburt des Sohnes Stefan Rafael
1919 Promotion mit der Arbeit Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik bei Richard Herbertz in Bern – Bekanntschaft mit Ernst Bloch
1920 Benjamin lernt Florens Christian Rang kennen
1921 Zeitschriftenprojekt Angelus Novus
1923 Aufenthalt an der Universität Frankfurt a. M. zur Vorbereitung der Habilitation – Bekanntschaft mit Theodor W. Adorno und Siegfried Kracauer – Übersetzung der Tableaux Parisiens von Charles Baudelaire
1924 Reise nach Capri, wo Benjamin Asja Lacis begegnet
1924/25 Der Essay Goethes Wahlverwandtschaften erscheint in Hugo von Hofmannsthals Neuen Deutschen Beiträgen
1925 Scheitern des Habilitationsgesuchs – Beginn der Proust-Übersetzung
1926/27 zweimonatiger Aufenthalt in Moskau
1927 Aufnahme der Arbeit über Pariser Passagen – Erste Rundfunk-Arbeiten
1928 Der Rowohlt Verlag publiziert Einbahnstraße und Ursprung des deutschen Trauerspiels
1929 Nähere Bekanntschaft mit Bertolt Brecht
1930 Scheidung von Dora Sophie – Zeitschriften-Projekt Krise und Kritik zusammen mit Bernard von Brentano, Brecht und Herbert Ihering
1932 Aufenthalt auf Ibiza – Arbeit an der Berliner Chronik und Berliner Kindheit um neunzehnhundert
1933 März: Emigration nach Frankreich – Während der Exilzeit veröffentlicht Benjamin Arbeiten u. a. in Maß und Wert, Cahiers du Sud, Orient und Occident, Das Wort – Publikationen in Deutschland nur unter Pseudonym möglich – Beginn des intensiven Briefwechsels mit Gretel Karplus
1934 Ständige Mitarbeit bei der Zeitschrift für Sozialforschung – Wiederaufnahme der Arbeit an den Passagen
1936 Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit – Deutsche Menschen erscheint unter dem Pseudonym Detlef Holz im Luzerner Vita Nova Verlag
1937 Beginn der Arbeit am Baudelaire
1939 Ausbürgerung aus Deutschland – Über einige Motive bei Baudelaire erscheint in der Zeitschrift für Sozialforschung – Bei Kriegsausbruch Internierung im Lager Clos St. Joseph, Nevers
1940 Rückkehr nach Paris – Arbeit an den Thesen Über den Begriff der Geschichte – Juni: Flucht mit Schwester Dora nach Lourdes – September: Nach dem gescheiterten Versuch, über die Pyrenäen nach Spanien zu entkommen, nimmt sich Benjamin im Grenzort Portbou am 26. September das Leben.



Weitere Informationen zu Walter Benjamin auf den Webseiten der Akademie der Künste:
Walter Benjamin Archivbestand
Informationen zum Archiv
Information on the Archives (PDF-Datei, ca. 24kb)
Biography Walter Benjamin (PDF-Datei, ca. 25kb)