Neues aus dem Archiv

19.01.2012

Mario Adorf ... böse kann ich auch

Ausstellung, Pariser Platz, 2. Februar - 15. April 2012
Eröffnung 1. Februar 2012, 18 Uhr

Mario Adorf, Foto AdK, Mario-Adorf-Archiv

Mario Adorf, Foto AdK, Mario-Adorf-Archiv

Mario Adorf galt im Nachkriegsdeutschland als d e r Filmbösewicht. Nach seiner eindrucksvollen Charakterstudie des Triebmörders Lüdke in Robert Siodmaks „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957) legten ihn die Western der sechziger und die Mafiafilme der siebziger Jahre auf den Typ des brutalen Schurken fest. In internationalen Filmen von Jerzy Skolimowski, Robert Enrico oder Claude Chabrol profilierte er sich als Charakterdarsteller. Deutsche Autorenfilmer wie Reitz,  Verhoeven, Hauff, Fassbinder und Schlöndorff besetzten ihn u.a. in „Die Reise nach Wien“ (1973), "Die Blechtrommel“ (1978/79), „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975). Später spielte Adorf in populären Fernsehmehrteilern wie „Via Mala“ (1985) oder „Der große Bellheim“ (1992). > mehr 

18.01.2012

Joachim John - Der Zeichner
1. Februar – 3. März 2012

Eröffnung Dienstag, 31.1.2012, 19.00 Uhr
Galerie Pankow, Breite Straße 8, 13187 Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag 14 – 20 Uhr

Joachim John, Selbstportrait, Radierung, o.J., © Akademie der Künste, Kunstsammlung<br />
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Joachim John, Selbstportrait, Radierung, o.J., © Akademie der Künste, Kunstsammlung


Anhand von markanten Arbeiten aus dem Bestand der Kunstsammlung der Akademie der Künste gibt die Ausstellung „Joachim John. Der Zeichner“ einen Einblick in seinen Kosmos. Neben Johns Sicht auf Menschen und Landschaften spiegeln die ausgewählten Blätter seine intensive Beschäftigung mit Literatur, Theater, Geschichte und grundsätzlichen Gesellschaftsfragen. Joachim Johns Zeichnungen und Grafiken, etwa zu Shakespeare und Machiavelli, zur Französischen Revolution und zur deutschen Einheit sind sowohl sinnlich-opulent als auch pointiert-kritisch. Sie erfreuen das Auge des Betrachters und fordern ihn zur dialektischen Anstrengung heraus. Sie sind widerständig gegenüber merkantiler Zeitgeistigkeit, und – gerade weil souverän unzeitgemäß – erscheinen sie zeitlos aktuell. > Galerie Pankow; > Joachim John in der Akademie der Künste
31.12.2011

Adorno in der Akademie der Künste

Ausstellung am Pariser Platz, Foyer / Brücke
10. Januar – 6. Mai 2012

Theodor W. Adorno, Foto © Ilse Mayer-Gehrken / Theodor W. Adorno Archiv

Theodor W. Adorno, Foto © Ilse Mayer-Gehrken / Theodor W. Adorno Archiv

Der Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist Theodor W. Adorno ist vielen durch seine Bücher bekannt. Oft wird vergessen, dass er zu Lebzeiten vor allem mündlich gewirkt hat. Das Rundfunkstudio und der Vortragssaal gehörten zu seinen wichtigsten Wirkungsstätten. Zwischen 1957 und 1967 ist Adorno zehnmal in der Akademie der Künste aufgetreten. Von der Akademie oder anderen Veranstaltern eingeladen, sprach er über Friedrich Hölderlin, Richard Wagner, Arnold Schönberg und andere Themen. Der auf die Akademie zugeschnittene Vortrag Die Kunst und die Künste (1966) war der Abschluss einer vielteiligen Vortragsreihe, die Adorno angeregt hatte. > mehr
19.12.2011

Alchimist in Fotografie
Heinz Hajek-Halkes lichtgrafisches Spätwerk

Ausstellung in der Akademie der Künste vom 7. September - 31. Oktober 2012, Pariser Platz 4

Heinz Hajek-Halke, Ohne Titel, 40x30cm, D 1-2, Foto H. Hajek-Halke, copy. Michael Ruetz

Heinz Hajek-Halke, Ohne Titel, 40x30cm, D 1-2, Foto H. Hajek-Halke, copy. Michael Ruetz

Die Akademie der Künste besitzt neben dem kompletten Domumentations- und Negativarchiv von Heiz Hajek-Halke über 200 Lichtgrafiken seines Spätwerks, die es in einer Ausstellung in den historischen Sälen der Preußischen Akademie am Pariser Platz beim Brandenburger Tor erstmals in größerem Zusammenhang vorstellt.

Sie zeigen Hajek-Halke als völlig eigenständigen Gestalter, dessen Lichtgrafiken ihn gleichberechtigt in den Kontext der abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg und in den Kreis des Informel und der Ècole de Paris, ausweist. > mehr    

01.11.2011

Friedrich Luft - die unverwechselbare "Stimme der Kritik"

Luft-Brücken
Vitrinenpräsentation am Pariser Platz vom 1. November 2011 bis 8. Januar 2012

Friedrich Luft im Oktober 1958 im RIAS-Studio während seiner Sendung „Stimme der Kritik“<br>
Foto: RIAS-Schnell, AdK Friedrich-Luft-Archiv

Friedrich Luft im Oktober 1958 im RIAS-Studio während seiner Sendung „Stimme der Kritik“
Foto: RIAS-Schnell, AdK Friedrich-Luft-Archiv

Friedrich Luft wurde 1911 in Berlin geboren - am 24. August diesen Jahres wäre er 100 Jahre alt geworden. Als freier Feuilleton-Autor war er seit 1946 jeden Sonntag mit seinen Berichten aus dem Berliner Kulturleben im RIAS, dem "Rundfunk im amerikanischen Sektor". West-Berlin empfand Luft als geistige Heimat, die Politik der Westmächte entsprach seiner parteipolitisch ungebundenen, liberalen Lebenseinstellung. Im "kalten Krieg" der Nachkriegsjahre hatte er sich klar positioniert. Er war theaterbesessen und ließ seine Mitmenschen gern daran teilhaben. Seine Sendung wurden regelmäßig gehört. Seine unakademischen Berichte, die besondere Sprechweise und sein Humor machten ihn in Ost und West zur unverwechselbaren "Stimme der Kritik".    > mehr

31.10.2011

Schlag nach bei Neumann

Chansons, Schlager, Songs vom Chef der "Insulaner"

Günter Neumann, Foto: Günter-Neumann-Stiftung

Günter Neumann, Foto: Günter-Neumann-Stiftung

Montag, 28. November 2011, 20 Uhr, Hanseatenweg, Studiofoyer (Ausverkauft)

mit Volker Kühn, Katherina Lange, Franziska Troegner, Ilja Richter und Jürgen Beyer, Musik

Er war ein Meister der kleinen Form, ein Allround-Talent der heiteren Muse: Günter Neumann. Sein Metier war das Kabarett, das Federleichte, das so schwer zu machen ist. In Berlin kennt man ihn als Chef des Funkkabaretts "Die Insulaner", für das er jahrzehntelang aus tagesaktuellem Anlaß die Texte und Musiken  schrieb. Darüber wird oft vergessen, daß er auch Tausende von populären Chansons verfaßt hat, die bis heute zum festen Bestandteil eines erfolgversprechenden Kleinkunstabends gehören. An diese Produktion soll mit einer Doppel-CD erinnert werden, die bei duo-phon records erscheint. Unter dem Titel "Schlag nach bei Neumann" sind hier noch einmal einige der Erfolgsnummern zu hören, die Günter Neumann im Laufe seines kreativen Schaffens für die Brettl-Bühne schrieb. Darunter Lieder aus Kabarett-Revuen wie "Schwarzer Jahrmarkt", Songs aus Filmen wie "Wir Wunderkinder" und Chansons wie "Der Neandertaler" und das "Wanderlied einer Hausfrau".   > mehr

19.10.2011

Regine Lutz. Archiveröffnung

Regine Lutz im Cabaret Cornichon, Zürich 1948 © Akademie der Künste, Regine-Lutz-Archiv <br>
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Regine Lutz im Cabaret Cornichon, Zürich 1948 © Akademie der Künste, Regine-Lutz-Archiv

Regine Lutz hat ihr Archiv der Akademie der Künste übergeben. Am Dienstag, 15. November 2011, 20.00 Uhr wird es im Plenarsaal, Pariser Platz 4, eröffnet.  
Die Anfänge der in Basel geborenen Schauspielerin liegen am Schauspielhaus Zürich. Bereits 1949 lud Brecht sie an das junge Berliner Ensemble, und Regine Lutz wurde berühmt als Yvette in „Mutter Courage und ihre Kinder“, Gustchen im „Hofmeister“, Eve in „Der zerbrochne Krug“, Victoria in „Pauken und Trompeten“, Virginia im „Galilei“ und Polly in der „Dreigroschenoper“. Der bedeutsamste Teil des Archivs sind ihre Briefe an die Eltern. Staunend und mit schweizerischem Humor erzählt der Jungstar vom Alltag des Ensembles, von Proben, Aufführungen und Gastspielen, von der Wohnungssuche und Begegnungen mit Theaterlegenden im Nachkriegsberlin.
Zur Archiveröffnung spricht Klaus Völker. Aus den Briefen liest Iris Boss, anschließend ein Gespräch zwischen Holger Teschke und Regine Lutz.

> Zur Veranstaltung am 15.11.2011

23.09.2011

Walter Benjamin. Archives

Ausstellung im Musée d’art et d’histoire du Judaïsme, Paris, 12. Oktober 2011 – 5. Februar 2012

Affiche de l'exposition Walter Benjamin Archives. Photographie du passeport de Walter Benjamin, vers 1928 Berlin<br>
© Akademie der Künste, Archives Walter Benjamin<br>

Affiche de l'exposition Walter Benjamin Archives. Photographie du passeport de Walter Benjamin, vers 1928 Berlin
© Akademie der Künste, Archives Walter Benjamin

Walter Benjamin (1892–1940) war ein großer Mittler zwischen der deutschen und der französischen Kultur. Er brachte dem deutschen Publikum die Literatur, Kunst, Geschichte und Lebensart des Nachbarlandes näher. Der Fluchtpunkt seiner Untersuchungen zur Geschichte der Kultur ist Paris, die „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“.
Die Ausstellung – eine erweiterte Fassung der Ausstellung „Walter Benjamins Archive“, die 2006 in der Akademie der Künste gezeigt wurde – begreift Benjamin als einen Sammler und seine Arbeit als ein Archiv, das sich aus dreizehn Archiven zusammensetzt. Neben die Archive tritt ein biographischer Teil: Benjamin in Paris und Personen aus seinem Umfeld: die Schwester Dora, Freundinnen und Helferinnen wie Gretel Adorno, Gisèle Freund, Adrienne Monnier oder Hannah Arendt, Freunde wie Gershom Scholem, Theodor W. Adorno und Bertolt Brecht, Kollegen wie Max Horkheimer. Der Akzent liegt auf den Jahren 1939 und 1940; exemplarische Zeugnisse thematisieren Gesten der Freundschaft und Akte praktischer Solidarität, Benjamins prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen, seine Internierungen und die schließlich gescheiterte Flucht. > mehr 
07.07.2011

Lutz Dammbeck

Dürers Erben, Lutz Dammbeck, 1996

Dürers Erben, Lutz Dammbeck, 1996

Der 1948 in Leipzig geborene Grafiker, Maler, Filmemacher und Kollwitz-Preisträger Lutz Dammbeck hat 2011 wesentliche Teile seines Archivs an die Akademie übergeben. Den Kern des Bestandes bilden die Unterlagen und Materialien zu Mediencollagen und Filmen wie „La Sarraz“ (1984), „REALFilm“ (1986), „Zeit der Götter“ (1992), „Dürers Erben“ (1996), „Das Meisterspiel“ (1998) und „Das Netz“ (2003).Sowohl seine bildkünstlerischen und filmischen Arbeiten als auch sein Archiv thematisieren das Verhältnis von Kunst, Macht und Ideologie. Dieses Gesamtkunstwerk – ein Medienprojekt aus Malerei, Collagen, Installationen und Filmen – erregte seit Anfang der 1980er Jahre als „Herakles Konzept“ große Aufmerksamkeit. 1986 verließ Lutz Dammbeck die DDR. Er lebt und arbeitet seitdem in Hamburg. Die Archiveröffnung mit Lutz Dammbeck wird am 11. September ab 17 Uhr am Pariser Platz stattfinden. Eine Vitrinenpräsentation mit Materialien und Filmen aus seinem Archiv ist vom 1.08.- 31.10.11 am Pariser Platz zu sehen.   > mehr

28.06.2011

Erweiterung des Benno-Elkan-Archivs durch die „Sammlung Julie Sonder, Schenkung Marion Sonder Glasserow und Richard Sonder“

Benno Elkan, Grabmal Frank Wedekind, München<br>
Foto: Benno-Elkan-Archiv

Benno Elkan, Grabmal Frank Wedekind, München
Foto: Benno-Elkan-Archiv

Seit Frühjahr 2011 ergänzt die „Sammlung Julie Sonder, Schenkung Marion Sonder Glasserow und Richard Sonder“ das Benno-Elkan-Archiv um Briefe, Werkzeichnungen, Fotos und andere Dokumente. Im Sommer 2009 hatte die Akademie der Künste mit einer Veranstaltung am Pariser Platz das Archiv des 1877 in Dortmund geborenen und 1960 in London gestorbenen Bildhauers eröffnet. Damals waren Werkfotos, Manuskripte und Briefe des Schöpfers der großen Menorah vor der Knesset in Jerusalem als Schenkung seiner Enkel Beryn Hammil und Anthony Elkan aus Kalifornien in die Akademie gelangt. Julie Gottschalk Sonder (geb. 1896 in Dortmund, gest. 1979 in New York) stammte wie Benno Elkan aus Dortmund und lebte mit ihrem Mann Alfred Sonder in Mannheim. 1938 floh die deutsch-jüdische Familie mit ihren drei Kindern aus Nazi-Deutschland.

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