20.08.2009  15:01

Hans-Hendrik Grimmling "Die Umerziehung der Vögel. Ein Malerleben"

Archiveröffnung, Lesung, Buchpräsentation

Hans-Hendrik Grimmling

Hans-Hendrik Grimmling "Mauerbild", 1983, Foto Stefanie Ketzscher

Vom Fliegen, Stürzen und Umerziehen erzählte der Maler Hans-Hendrik Grimmling in seiner Autobiografie, aus der er an diesem Abend las und dessen Originalmanuskript er neben anderen Materialien an das Archiv Bildende Kunst übergab. Er schilderte seine frühen Malversuche in der sächsischen Kleinstadt Zwenkau, den ersten Zeichenunterricht in Leipzig, wo sich für ihn schon das "Verhängnis Kunst" andeutet und er sich später mit dunklen, bestürzenden Vogelmetaphern von den Realismen der Leipziger Schule abwendete. 1984 gelang ihm mit fünf Malerfreunden ein Piratenstück: der an allen Institutionen vorbei geplante und durchgeführte 1. Leipziger Herbstsalon, durch den er den Unmut staatlicher Organe auf sich zieht. Als Konsequenz reiste er 1986 nach West-Berlin aus, wo er sich wie ein "nasser Vogel fühlt, der in die Mauer fällt". Der Westteil Berlins ist für ihn ein exotischer "Käfig ohne Deckel, oben offen, so dass ihn die Flugzeuge verließen wie die Vögel".

Mittwoch, 16. September 2009, 20 Uhr
Hanseatenweg 10, Clubraum
Eintritt € 5/3

> Presse u.a.: TV Deutsche Welle

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