10.12.2013  07:19

Hanna Schygulla Traumprotokolle

Ausstellung
Pariser Platz
1. Februar - 30. März 2014

Schwester, 1978/2005, Foto Hanna Schygulla

Schwester, 1978/2005, Foto Hanna Schygulla

Hanna Schygulla hat der Akademie der Künste ihr Archiv geschenkt, wofür diese ihr mit einer Ausstellung dankt. Anstelle einer klassischen Dokumentenausstellung zu Leben und Werk zeigt die Ausstellung Hanna Schygullas Videoarbeiten aus den 1970er Jahren und rückt damit einen Teilbereich ihres Schaffens in den Mittelpunkt, der der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt sein dürfte.

„Angefangen hat es mit dem Träumen, denn wenn wir schlafen und träumen, erwacht in uns ein Dichter, der uns mit gewagten Bildern und Worten das sagt, was unser Wachsein uns verbirgt. Auf Grund von kurzen Aufzeichnungen habe ich einige Träume mit offenen Augen vor meiner laufenden Videokamera nacherlebt.“, beschreibt Hanna Schygulla die Intention für ihre Videos, in denen sie sich mit ihren inneren Vorstellungswelten auseinandersetzt, aber auch reale Begebenheiten reflektiert.

Im Zentrum der räumlichen Präsentation in der Ausstellung steht die Serie der Traumprotokolle, die Hanna Schygulla in den Jahren 1978/79 selbst, mit der Kamera als Spiegel und zugleich Partner, gedreht und montiert hat. Daneben werden Projekte zu sehen sein wie „Hanna Hannah“, in dem sie sich ins offene Labyrinth des Holocaust-Mahnmals mitten in Berlin begibt, im Gedenken an jene Jüdin Hannah, nach der Hanna Schygullas Mutter sie benannt hat.

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