20.01.2014  10:27

Einrichtung des Waldemar-von-Baußnern-Archivs

Ein ständiger Sekretär der Akademie der Künste als erfolgreicher Komponist
Konzert am 2. Feburar um 20 Uhr mit dem Berolina Ensemble im Kammermusiksaal der Philharmonie

<P>Waldemar von Baußnern (1866–1931)</P>

Waldemar von Baußnern (1866–1931)

Die Akademie der Künste hat den umfangreichen Nachlaß des Komponisten Waldemar von Baußnern (1866–1931) übernommen.

Von Baußnern war in Siebenbürgen aufgewachsen und kam 1882 zum Studium an die Hochschule für Musik in Berlin. Nach Anstellungen in Mannheim, Dresden und Köln wurde er 1908 Direktor der Großherzoglichen Musikschule in Weimar und 1916 Direktor des Hoch’schen Konservatoriums in Frankfurt/Main. 1923 wurde er als zweiter ständiger Sekretär der Akademie der Künste nach Berlin berufen. Sein kompositorisches Oeuvre umfaßt nahezu alle traditionellen Musikgattungen von der Oper über Orchester- bis hin zur Kammermusik. Ein besonderer Schaffensschwerpunkt von Baußnerns lag auf dem Komponieren für Chöre.

Der Nachlaß Waldemar von Baußnerns ist von seiner Familie und der nach ihm benannten „Baußnern-Gesellschaft e.V.“ jahrelang sorgfältig gepflegt und ergänzt worden und kam nun in bemerkenswert geschlossener Form ins Archiv der Akademie. Er umfaßt sowohl Autographe aus allen Schaffensphasen als auch Drucke seiner Kompositionen, Aufführungsmaterialien, Notate und Materialien zur Wirkung seines Werks. In seiner Korrespondenz finden sich Briefe von Ferruccio Busoni, Max Friedländer, Wilhelm Furtwängler, Leo Kestenberg, Max Liebermann, Thomas Mann, Artur Nikisch, Hans Rosbaud, Max von Schillings, Carl Schuricht, Franz Schreker und Felix Weingartner.

Das Berolina Ensemble stellt von Baußnern am 2. Feburar um 20 Uhr in einem Konzert im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie vor. Gespielt wird - neben der Serenade in D-Dur op. 11 von Johannes Brahms - Baußnerns Oktett „Dem Lande meiner Kindheit“, dessen Orchesterfassung 1940 von den Berliner Philharmonikern unter Hans Knappertsbusch uraufgeführt wurde.

Das junge Berolina Ensemble wurde 2009 von dem Geiger David Gorol gegründet und forscht nach spätklasischen und romantischen Komponisten, die in Vergessenheit geraten sind. Eine erste CD mit Kammermusik von Waldemar von Baußnern veröffentlichte das Berolina Ensemble vor kurzem bei MDG.

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