AdK Blog

18.10.2013  08:00

Papier – Linie – Licht
Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv

Publikation und Kurzfilm zum KUR–Projekt

In einem vierjährigen Projekt wurden 5000 Architekturzeichnungen und Lichtpausen von Hans Scharoun (1893–1972) aus dem Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, materialtechnologisch untersucht, mit einer neuen Behandlungsstrategie konserviert und digitalisiert.

Insbesondere die Methoden zur Planlegung der gerollten Großformate und zur Sicherung von Einrissen in Transparentpapier wurden an die technologische Besonderheit von Architekturplänen angepasst.

Der Publikation liegt eine Videodokumentation auf DVD bei, die die Anwendung der Techniken veranschaulicht.

Das Projekt erfolgte als Kooperation der Akademie der Künste, Berlin, mit dem Studiengang Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv und Bibliotheksgut der Kunstakademie Stuttgart und dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin. Es wurde im Rahmen des KUR-Programms der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder gefördert sowie von der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste unterstützt.


 

Papier – Linie – Licht

Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv Publikation und Kurzfilm zum KUR–Projekt

In einem vierjährigen Projekt wurden 5000 Architekturzeichnungen und Lichtpausen von Hans Scharoun (1893–1972) aus dem Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, materialtechnologisch untersucht, mit einer neuen Behandlungsstrategie konserviert und digitalisiert. Das Konvolut umfasst Pläne zu 138 bedeutenden Bauprojekten Scharouns, u.a. zur Philharmonie in Berlin. Das Buch stellt die Untersuchungsergebnisse und angewandten Methoden detailliert und anschaulich vor. Schwerpunkte der Konzeption waren gezielte Maßnahmen an den durch Lagerung und Nutzung geschädigten Plänen sowie die Entwicklung eines neuen Lagerungssystems. Insbesondere die Methoden zur Planlegung der gerollten Großformate und zur Sicherung von Einrissen in Transparentpapier wurden an die technologische Besonderheit von Architekturplänen angepasst. Dem Buch liegt eine Videodokumentation auf DVD bei, die die Anwendung der Techniken veranschaulicht.
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts war die technologische Untersuchung der Lichtpausen. Im Hans-Scharoun-Archiv befinden sich vor allem Diazotypien, außerdem Eisengallus-Kopien, Lichtpausdrucke und Silbergelatine-Kontaktkopien. Geschichte, Technik, verwandte Verfahren und charakteristische Erkennungsmerkmale werden beschrieben und anhand von makro- und mikroskopischen Abbildungen erläutert. Eine beiliegende großformatige Bildtafel dient dem Erkennen von Lichtpausverfahren direkt am Objekt.
Das Projekt erfolgte als Kooperation der Akademie der Künste, Berlin, mit dem Studiengang Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv und Bibliotheksgut der Kunstakademie Stuttgart und dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin. Es wurde im Rahmen des KUR-Programms der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder gefördert sowie von der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste unterstützt.

Publikation

Papier – Linie – Licht. Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv / Paper – Line – Light. The Preservation of Architectural Drawings and Photoreproductions from the Hans Scharoun Archive
Hrsg. Eva Glück, Irene Brückle, Eva-Maria Barkhofen.
Autoren: Eva-Maria Barkhofen, Irene Brückle, Eva Glück, Susanne Grzimek, Hildegard Homburger, Eva Hummert, Peter Konarzewski, Michael Kühner, Stephan Lohrengel, Tanja Morgenstern, Antje Penz, Uta Simmons, 159 S., 155 Abb., deutsch/englisch, mit DVD und Bildtafel, 49.00 € © 2012, Akademie der Künste, Berlin, ISBN 978-3-88331-179-1

Erhältlich bei: Akademie der Künste, Berlin buchvertrieb@adk.de, Siegl’s Fachbuchhandlung, München http://www.siegl.de, Archetype Publications, London http://www.archetype.co.uk


Paper – Line – Light. The Preservation of Architectural Drawings and Photoreproductions from the Hans Scharoun Archive. Publication and clip on the KUR-Project

In a four-year project, 5000 architectural drawings and photoreproductions by Hans Scharoun (1893–1972) from the architectural archive of the Akademie der Künste, Berlin, have been subjected to a materials analysis, preserved with a new treatment method, and digitized. The collection comprises plans on 138 important construction projects by Scharoun, such as the Berlin Philharmonie. The book presents the results of the analyses and the methods applied in a clear and detailed manner. The main focuses of the conception were on minimizing the conservation treatments carried out on the plans, which had been damaged through storage and use, and on developing a new system for rehousing them. In particular, the methods for flattening the rolled, large-format plans, and for mending tears in tracing paper, were adapted to fit the special technological features of architectural plans. The book is accompanied by video documentation on DVD, illustrating the application of the techniques.
A particular focus of the project was the technological analysis of the photoreproductions. The Hans Scharoun archive mainly contains diazotypes, but also ferrogallic prints, gel lithographs, and silver gelatine contact prints. History, technology, related processes and characteristic identifying features are described and explained using macroscopic and microscopic illustrations. The accompanying plate of illustrations reproduces the documentation in summarized form and facilitates identification of photoreproductive techniques on the actual object.
The project was a cooperation of the Akademie der Künste, Berlin, with the Program in the Conservation of Works of Art on Paper, Archives- and Library Materials of the Stuttgart State Academy of Art and Design and the Museum of Architecture of the Technische Universität Berlin. It was funded within the framework of the KUR-Program (Program for the Conservation of Moveable Cultural Assets) of the Federal Cultural Foundation and the Foundation of German States and supported by the Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.


Papier – Linie – Licht. Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv / Paper – Line – Light. The Preservation of Architectural Drawings and Photoreproductions from the Hans Scharoun Archive
eds. Eva Glück, Irene Brückle, Eva-Maria Barkhofen.
authors: Eva-Maria Barkhofen, Irene Brückle, Eva Glück, Susanne Grzimek, Hildegard Homburger, Eva Hummert, Peter Konarzewski, Michael Kühner, Stephan Lohrengel, Tanja Morgenstern, Antje Penz, Uta Simmons
159 p., 155 illustrations, german/english, with DVD and separate plate of illustrations, 49.00 € © 2012, Akademie der Künste, Berlin, ISBN 978-3-88331-179-1

Available at: Akademie der Künste, Berlin buchvertrieb@adk.de, Siegl’s Fachbuchhandlung, München http://www.siegl.de, Archetype Publications, London http://www.archetype.co.uk

Gefördert im KUR-Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder.  

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Künste.  

Zur Anzeige der Videos ist mindestens Adobe Flashplayer Version 9 sowie Javascript erforderlich.

Downloadlink

Kamera und Schnitt Uwe Ziegenhagen

Quellennachweis für die Fotos in Reihenfolge der Einblendung: Akademie der Künste, Berlin, Hans-Scharoun-Archiv, Porträtfoto 1906 (F.: A. Nahme), Porträtfoto 1913 (ohne Fotografennennung), WV 1 Sch-12-2681 Bl.9, Sch-20-2698 (ohne Fotografennennung), Porträtfoto 1961 (Quelle/F.: Landesarchiv Berlin/Horst Siegmann, F Rep. 290, Nr. 75404), WV222 F.14 (ohne Fotografennennung), WV59 F.33 (F.: Loosen, Stuttgart), WV222 F.84

© Akademie der Künste, 2013

zurück zur Übersicht


Im AdK-Blog suchen nach

Artikel aus den Bereichen

Media

Tags

RSS-Feed für Beiträge

Alle Dokumente sind urheberrechtlich geschützt. Der Nachdruck von Texten und das Kopieren aller anderen Dateien sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Akademie der Künste bzw. durch die Autoren selbst gestattet.