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Newsletter Mai/Juni 2009
Veranstaltungen
Junge Akademie – Monat der Stipendiaten 2009
Veranstaltungsprogramm läuft noch bis 12. Juni, Ausstellung bis 14. Juni
Mit der Ausstellung »Junge Akademie 2008« am Pariser Platz (noch bis 14. Juni 2009) hat der »Monat der Stipendiaten«, die jährliche Plattform für die Stipendiaten der Akademie der Künste, begonnen. Bis zum 12. Juni findet das Veranstaltungsprogramm statt.
An mehreren Abenden wird zu neuen Werken eingeladen, u.a. den Gedichten »Hungry Fish« von Jan-Willem Anker, Kompositionen Neuer Musik von Daniele Ghisi und Annesley Black (10. Juni) oder dem Film »Der Die Das«, eine Dokumentation von Sophie Narr über eine Grundschulklasse in Berlin-Wedding (12. Juni). Erstmals stellen sich Stipendiaten der Villa Serpentara vor; die Akademie vergibt seit 1906 Arbeitsaufenthalte in der Villa im italienischen Olevano (7. Juni). Am 3. Juni präsentierten realities:united, Förderungspreisträger Baukunst des Kunstpreises Berlin 2009, ihre Arbeit an der Schnittstelle von Architektur, Kunst und Kommunikation.
Der »Monat der Stipendiaten« ist ein Arbeitsmonat mit Exkursionen, Gesprächen, Workshops und Vorstellungen neuer Werke. 23 internationalen Künstlern bietet die Junge Akademie hier einen exklusiven Raum für den Austausch untereinander und mit Mitgliedern der Akademie, für Recherchen, eigene Arbeiten und die Mitarbeit an Themen und Projekten der Akademie.
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Veranstaltungen
»Kunst und Revolte« zu '89 und dem Ende des Kalten Krieges
Mit dem Programmschwerpunkt »Kunst und Revolte« setzt sich die Akademie der Künste in den Jahresprogrammen 2008/2009 mit den Verflechtungen zwischen künstlerischer Produktion und gesellschaftspolitischen Umbrüchen in Deutschland auseinander. Schon in dem Rückblick auf die 1960er Jahre waren im vergangen Jahr die inhaltlichen Bezüge zu '89 und dem Ende des Kalten Krieges deutlich geworden. Mit der neuen Fotoausstellung und Filminstallation »Übergangsgesellschaft «, mit Einzelveranstaltungen zu Wolfgang Hilbig mit Hans-Hendrik Grimmling, Barbara und Winfried Junge, mit Akademie-Gesprächen und einer Langen Nacht thematisieren die Künstler jetzt die gesellschaftspolitische Atmosphäre der 1980er Jahre.
Eröffnung der Ausstellung »Übergangsgesellschaft. Porträts und Szenen 1980–1990« am 9.7., Pariser Platz (anschließend Akademie-Gespräch). Eröffnung der Ausstellung »1989-2009: Bewegte Welt – Erzählte Zeit« am 10.7., Hanseatenweg (anschließend Künstlergespräch mit Jule Reuter, Erbossyn Meldibekov, Koka Ramishvili, Tina Bara, Anna Gor.)
In Zusammenarbeit mit dem Archiv der Akademie wird die Rolle der Berliner Theaterszene als Vorbereiter der Wende ebenso recherchiert wie der Vereinigungsprozess der beiden Akademien Ost und West. Nicht die spektakulären Bilder des Mauerfalls stehen im Zentrum des Projektes; es ist vielmehr das Klima einer ebenso vitalen wie melancholischen Kunstszene, die durch ihre Medien Fotografie, Film, Literatur, Musik und Theater auf ihre aktuelle Wirkungskraft hin befragt wird. Weitere Informationen im Veranstaltungsheft Juli/August und demnächst unter www.adk.de/aktuell
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Archiv
"Archivfenster" - Eine Webpräsentation des Archivs der Akademie der Künste
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Mit der interaktiven Präsentation »Archivfenster« gibt das Archiv der Akademie der Künste themenbezogene Einblicke in seine Bestände.
Zum Programmschwerpunkt »Kunst & Revolte - 1968« stellte es sieben Themenkomplexe vor, die künstlerische Umbrüche dieser Zeit veranschaulichen, zu George Taboris »Kannibalen«, Christa Wolfs Roman »Nachdenken über Christa T.«, Harry Buckwitz Frankfurter Inszenierung von Peter Weiss »Vietnam Diskurs«, Thomas Braschs »Einzelhaft«, Verurteilung wegen seines Protests gegen den Einmarsch in der Tschechoslowakei, zur turbulenten Verleihung des großen Berliner Fontane-Kunstpreises an Wolf Biermann sowie zu den Filmen »Alma Mater« von Rolf Hädrich und Dieter Meichsner mit seiner fiktiv-dokumentarischen Sicht auf die radikalisierte 68er Studentenbewegung und Eberhard Itzenplitz »Bambule« über »Fürsorgeerziehung« in der Bundesrepublik, nach einem Drehbuch von Ulrike Meinhof .
Zum Schwerpunkt »Kunst & Revolte – 1989« arbeitet das »Archivfenster« im Internet unter dem Titel »Akademiestreit« die Vereinigung der beiden Berliner Künstler-Akademien zwischen 1989 und 1993 auf. Nachdem der Berliner Koalitionsvertrag 1991 die weitere Existenz zweier Akademien in Berlin ausgeschlossen hatte und ein Staatsvertrag der neuen Bundesländer zur Auflösung der Ost-Akademie auf den Weg gebracht worden war, eröffneten die Akademiepräsidenten Walter Jens (West) und Heiner Müller (Ost) mit einer politisch von den Regierungen Berlins und Brandenburg getragenen vereinten Institution der Akademie eine neue gesamtdeutsche Perspektive. Die Stichworte dieser Präsentation lauten: »Nach dem Mauerfall«, »Orientierungssuche«, »Umwandlung der Ost-Akademie«, »Vereinigung und Umwandlung der West-Akademie«, der »Politische Streit über die Vereinigung«, die »Zusammenführung der Archive«.
Im Infoterminal am Pariser Platz 4 stehen weitere multimediale Anwendungen zur Verfügung.
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Archiv
Vitrinenpräsentation am Pariser Platz
Theater in der Wende
Ulrich Mühe als Hamlet in Hamlet/Maschine von Heiner Müller, Deutsches Theater 1990, Foto: © Wolfhard Theile/drama-berlin.de
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"Wir treten aus unseren Rollen heraus. Die Situation in unserem Land zwingt uns dazu"
Die Auseinandersetzung von Bühnenkünstlern mit der gesellschaftlichen Situation Ende der 1980er Jahre spiegelte sich in den Spielplänen der Theater deutlich wider. Die Vitrinenpräsentation »Theater in der Wende« zeigte Szenenfotos sowie Dokumente exemplarischer Inszenierungen jener Jahre. Während der politischen Ereignisse im Herbst ’89 ergriffen Theaterleute die Initiative zu öffentlichen Diskussionen in ihren Häusern und initiierten schließlich die Demonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz; hierzu werden gleichfalls Fotos und weitere Dokumente präsentiert. Die Materialien sind Teil der auf die Länder Berlin und Brandenburg bezogenen »Sammlung Theater in der Wende« im Archiv Darstellende Kunst der Akademie der Künste. Vom 8. Juni bis 11. Oktober, Pariser Platz 4, Brücke.
Zur Sammlung Theater in der Wende in der Akademie der Künste
"Wir treten aus unseren Rollen heraus. Die Situation in unserem Land zwingt uns dazu" war 1989 das Motto der Theater-Ensembles der DDR, sich den Umbruchszeiten zu stellen und Anlaß, eine Dokumentation zum Theater in der Wende zu erarbeiten. Diese thematische Sammlung erfaßt Veränderungen in den vollsubventionierten Theatern sowie der Kulturpolitik zwischen dem Herbst 1989 und dem Ende der 90er Jahre. Damit soll ein besonderes Kapitel Theatergeschichte dokumentiert und der Forschung nutzbar gemacht werden. Die Sammlung beginnt zumeist mit der Spielzeit 1988/89, wenn inhaltlich erforderlich auch früher, da die Veränderungen an den Theatern als Prozesse verliefen, die nicht erst mit dem Fall der Mauer oder der Wiedervereinigung einsetzten. Die Dokumentation eines jeweiligen Theaters endet mit der abgeschlossenen Umstrukturierung, gegebenenfalls der Schließung. Der regionale Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Berlin (Ost und West) und Brandenburg mit zwölf Theatern sowie auf drei Theaterneugründungen in den neuen Bundesländern.
> Sammlung Theater in der Wende, [engl.] > Chronik Berliner Theater in der Wende
> Programmhefte > Spielpläne
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Impressum
Akademie der Künste, 10117 Berlin, Pariser Platz 4
www.adk.de
Verantwortlich für den Inhalt: Manfred Mayer
Leiter der Abteilung Kommunikation: Dr. Hans Gerhard Hannesen
Redaktionsschluss: 5.6.2009
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