14.10.2004

Topographie des Terrors

Architekt Peter Zumthor spricht in der Akademie der Künste über seinen Entwurf für das Gelände

Dienstag, 26. Oktober 2004, 20.00 Uhr, Studio
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten
Eintritt: € 5,- / ermäßigt € 3,-

Begrüßung: Adolf Muschg

Eine "architektonische Ikone der 90er Jahre", ein "genialischer Entwurf, aber leider nicht zu bauen, da zu kompliziert und zu teuer", eine "unzulässige Dramatisierung und architektonische Überhöhung des geschichtlichen Ortes", das "Werk eines eitlen Architekten, der an den Nutzern und ihren Bedürfnissen vorbeiplant und nur an seinen eigenen Ruhm denkt" – dies ist eine Auswahl an kritischen Urteilen aus jüngerer Zeit über das Ausstellungs- und Dokumentationsgebäude, das der Architekt Peter Zumthor für das "Topographie des Terrors" genannte Gelände in Berlin geplant hatte und mit dessen Bau 1997 begonnen wurde.
Mittlerweile ist hinlänglich bekannt: Im Mai dieses Jahres haben die zuständigen Organe von Bund und Land zusammen mit der Stiftung "Topographie des Terrors" beschlossen, auf den Bau des Gebäudes zu verzichten. Die bereits gebauten Fundamente, Keller und Erschließungstürme sollen abgerissen werden.

Auf Einladung der Akademie der Künste wird sich der Schweizer Architekt erstmals seit der Entscheidung, das Gebäude nicht zu bauen, öffentlich zu seinem Entwurf äußern. Peter Zumthor spricht über das für diesen Ort und aus diesem Ort heraus entwickelte besondere Gebäude, über seinen Gehalt, seinen Gebrauch, seine Form, seine Konstruktion, seine Machbarkeit. Und seinen Preis.

Die Veranstaltung verweist auf eine von der Akademie der Künste gemeinsam mit der "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas" geplante Veranstaltungs-reihe, die sich unter dem Titel Architektur der Erinnerung ab dem 16. November 2004 mit authentischen und nicht-authentischen Orten der Erinnerung im In- und Ausland befassen wird. Über Termine und Themen der Vorträge und Debatten informieren wir Sie zu gegebener Zeit.

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