17.2.2010

33. Akademie-Gespräch. Das Klima und die Künstler

mit Ai Weiwei, Alex S. MacLean und Klaus Staeck
Werkpräsentationen und Gespräch, moderiert von Johannes Odenthal

Sonnabend, 13.03.2010, 19 Uhr
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten, Studio
Eintritt Euro 5/3, bis 18 Jahre Eintritt frei
Pressekarten unter presse@adk.de, Tel. 030 200 57-1514

Ai Weiwei, Alex S. MacLean und Klaus Staeck haben den Klimawandel und den urbanen Paradigmenwechsel zu zentralen Themen ihrer Arbeit gemacht. Anlässlich der Ausstellung »Wiederkehr der Landschaft« stellen sie ihre Positionen vor und fragen aus der Perspektive der Kunst nach Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit.

Der Konzeptkünstler, Bildhauer, Architekt und Kurator Ai Weiwei, geboren 1957 in Peking, kommentiert in seinen Bildern, Installationen, Skulpturen, Filmen, Performances und Büchern die gravierenden Veränderungen, die sich in dem wirtschaftlich boomenden China und anderswo vollziehen. Bisher gilt dieser vielfältige Künstler hierzulande vor allem als Chronist der kulturellen und ökologischen Zustände in seinem Land. Doch Ai Weiwei kritisiert auch die Entwicklungen des westlichen Kapitalismus.

Der Fotograf, Architekt und Pilot Alex S. MacLean, geboren 1947, zeigt mit seinen Luftaufnahmen Spuren, die ein radikaler Landschaftsmissbrauch durch Shoppingcenter, Freizeitparks, Einfamilienhaussiedlungen und wachsendes Verkehrsaufkommen in Las Vegas und Venedig hinterlässt. Seine Fotos dokumentieren  einen sorglosen Umgang mit der Natur.

Der Plakatkünstler, Fotograf und Graphiker Klaus Staeck, geboren 1938 in Pulsnitz/Sachsen, hat sein erstes Umweltplakat 1970 veröffentlicht. In der Schwarzwald-Aktion 1985 konfrontierte er seine Arbeiten mit der realen Zerstörung der Natur. Gemeinsam mit Greenpeace startete er 1990 eine risikoreiche Initiative gegen die FCKW-Produktion zweier Chemiekonzerne.

Das 32. Akademie-Gespräch "Macht Not erfinderisch? Kultur in Zeiten der Krise" findet am Dienstag, dem 23. Februar, 19 Uhr in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt.

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