Uncertain States – Künstlerisches Handeln in Ausnahmezuständen

DISKURSE – Vorträge und Diskussionen zur Zukunft Europas

Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und POLIS 180

„Ordnung ist hegemonialer Natur, das heißt, sie ist Ausdruck von Machtverhältnissen. Für den Bereich der Politik bedeutet das, dass wir die Suche nach einem Konsens ohne jede Exklusion einstellen und die Hoffnung auf eine ganz mit sich versöhnte und harmonische Gesellschaft fahren lassen müssen.“ (Chantal Mouffe, 2013)

Diffuse Ängste vor dem Fremden, Xenophobie, Islamophobie und Antisemitismus gehören zu den Herausforderungen, denen sich Europa stellen muss. Was sind die Ursachen für den neuen Fundamentalismus? Wie lassen sich zunehmender Rechtspopulismus und Rassismus in Europa eindämmen oder überwinden? Welche Möglichkeiten für ein friedliches Zusammenleben bestehen? Wie kann Zuwanderungspolitik besser gestaltet werden? Wie wollen wir künftig zusammenleben? Und welche Rolle nimmt Kunst im Umgang mit der Krise ein?

Die Vortragsreihe DISKURSE der Akademie der Künste und der Bundeszentrale für politische Bildung widmet sich diesen und anderen zentralen Fragen der Gegenwart. In zwölf Vorträgen werden Schriftsteller, Publizisten und namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Migrationsforschung, Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie und Kunstwissenschaft Überlegungen zur Vergangenheit und Zukunft Europas anstellen und versuchen, neue Betrachtungsweisen zu entwerfen, u. a. mit Michael Lüders, Rita Süssmuth, Claus Leggewie, Armin Nassehi, Grada Kilomba und Chantal Mouffe. Die Vorträge werden von einem jungen Team des Grassroots-Thinktank für Außen- und Europapolitik, POLIS 180, kommentiert und begleitet. Als internationale wissenschaftliche Nachwuchsgeneration wird POLIS 180 die etablierten Expertinnen und Experten mit kritischen Fragen unter die Lupe nehmen und so einen dynamischen Perspektivenwechsel befördern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Publikumsdiskussion. Die Vorträge und Diskussionen der Reihe DISKURSE können nachträglich online angehört werden.

„In der Welt, in der ich fortschreite, erschaffe ich mich unaufhörlich.“ (Frantz Fanon, 1952)

Termine

Sonntag, 16.10., 12 Uhr
Migration und Flucht: Die Vergangenheit der Gegenwart
Vortrag: Jochen Oltmer. In deutscher Sprache.

Sonntag, 23.10., 12 Uhr
„Forced Displacement as a Challenge for Global Responsibility-Sharing“

Vortrag: Katharina Lumpp, UNHCR. In englischer Sprache.

Sonntag, 30.10., 12 Uhr
„Nahostverwirrungen“
Vortrag: Michael Lüders. In deutscher Sprache.

Sonntag, 20.11., 19 Uhr
„Die deutsche Zuwanderungspolitik: Hilfe oder Hemmnis?“

Vortrag: Rita Süssmuth. In deutscher Sprache.

Samstag, 26.11., 19 Uhr
„Ist Europas Aufklärung am Ende?“
Vortrag: Gesine Schwan. In deutscher Sprache.

Sonntag, 11.12., 19 Uhr
„Yet Again! The Self-Barbarization of Europe“
Vortrag: Nikita Dhawan. In englischer Sprache.

Sonntag, 18.12., 12 Uhr
„Die Welt von gestern? Wie Europa sich gegen seine Feinde wappnen kann“
Vortrag: Claus Leggewie. In deutscher Sprache.

Sonntag, 08.01., 12 Uhr
„Deutschland – Vaterland – Stiefvaterland“
Vortrag: Natasha A. Kelly. In deutscher Sprache.

Freitag, 13.01., 19 Uhr
„Desintegration als Ziel. Ein anderer Blick aufs Migrantische“
Vortrag: Armin Nassehi. In deutscher Sprache.

Samstag, 14.01., 19 Uhr
„Luanda, Lisboa, São Paulo – A Post-Colonial Trajectory“
Vortrag: Grada Kilomba. In englischer Sprache.

Sonntag, 15.01., 12 Uhr
„Artistic Practices in Times of Post-Politics“
Vortrag: Chantal Mouffe. In englischer Sprache.