Berlin-Stipendium 2020 — Film- und Medienkunst

Miguel Hilari

*1985 in Hamburg (DE)

lebt in La Paz (BO)

Vita

Miguel Hilari studierte Film in La Paz, Santiago de Chile und Barcelona. Seine Dokumentarfilme („El corral y el viento", 2014; „Compañía", 2019; „Bocamina", 2019) beschäftigen sich mit den Themen der Arbeit, der Kolonialgeschichte, der Migration und der indigenen Kultur. Oft werden bestehende Bilder neu inszeniert und so in Frage gestellt. Seine Filme wurden auf internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet. Hilari arbeitet auch als Produzent und Cutter und begann im letzten Jahr „Proyecto Torrente" zu leiten, ein Projekt, das Bild und Sound in Schulen auf dem Land unterrichtet.

Residency

Ich arbeite an einem Filmprojekt über eine evangelikale Kirche auf dem bolivianischen Land. Den Aufenthalt in Berlin will ich nutzen, um das Material aus der Distanz neu zu betrachten und zu schneiden. In meinem Film interessiert es mich, aus einer sehr spezifischen und vorurteilbelegten Gemeinschaft heraus etwas Allgemeines erzählen zu können.
Andererseits plane ich auch einen Kurzfilm in Deutschland entstehen zu lassen, ein Land, zu dem ich trotz der Entfernung eine sehr starke Bindung habe. Dafür interessiert mich die Erzählform des Tagebuchs.