Mensch-Maschine-Stipendium 2020

© Sahej Rahal

Sahej Rahal

*1988

www.sahejrahal.com

Vita

Sahej Rahals Installationen, Filme, Performances und Videospiele sind Teil einer konstruierten Mythologie, die er selbst erschafft und dabei auf Quellen zurückgreift, die von lokalen Legenden bis hin zu Science-Fiction reichen. Indem er einen Dialog zwischen diesen Quellen anstößt, erzeugt Rahal Szenarien, in denen unbestimmte Wesen aus den Rissen unserer Zivilisation auftauchen. Rahal wirkte bereits an verschiedenen institutionellen, Einzel- und Gruppenausstellungen mit, darunter ACCA Melbourne 2019; Vancouver Biennale 2019; Dr. Bhau Daji Lad Museum, Mumbai, 2018; Midlands Art Centre, Birmingham, Großbritannien, 2018; Centre for Contemporary Arts Glasgow, 2017; PRIMARY Nottingham, Großbritannien, 2017; die Liverpool Biennale, 2016; Setouchi Triennale, 2016; Jewish Museum, New York, 2015; Kochi Muziris Biennale, 2014; MACRO Museum, Rom, 2014. Seine Arbeiten wurden in der Galleria Continua, Les Moulins, Frankreich, 2014 und auf der Art Stage Singapore 2014 ausgestellt. Seine jüngste Einzelausstellung fand 2019 bei Chatterjee & Lal in Mumbai statt. Er ist Preisträger des INLAKS Emerging Artist Award 2012, des IFA Critical Arts Practice Stipendiums 2014, des Forbes India Art Award 2014 für das beste Debüt im Rahmen seiner Einzelausstellung Forerunner bei Chatterjee & Lal, Mumbai, des Cove Park/Henry Moore Fellowship 2017, des Akademie Schloss Solitude Stipendiums 2018 und zuletzt des Sher-Gil Sundaram Arts Foundation Installation Art Grant 2019.

Residency

Sahejs Projekt Citizen Strange sieht eine Reihe von Live-Performances, Skulptur-Installationen und KI-Programmen vor, die gemeinsam eine Kosmografie radikalen Zusammenlebens innerhalb der toxischen Eventualitäten der Gegenwart imaginieren. Rahals Prozess hinterfragt die Formulierungen zeitgenössischer Mythen und ihre Verstrickung in der indischen Gesellschaft; dazu zeichnet er die Figur des Nicht-Menschlichen nach – von ihrer mythischen Beziehung zu den Dämonen von Krankheit und Gebrechen bis hin zu ihren futuristischen Avataren in algorithmusbasierter Intelligenz. Diese wandernde Kosmographie nimmt ihre Gestalt zwischen den Abgrenzungen von Mythos, Selbst, Gespenst und Maschine an und spinnt deren Faden durch die Raumzeit.