Mensch-Maschine-Stipendium 2021

Natasha Tontey

Lebt in Yogyakarta (IDN)

www.tontey.org/

Vita

Natasha Tontey ist Künstlerin und Grafikdesignerin aus Yogyakarta, Indonesien. In ihrer künstlerischen Praxis erforscht sie vor allem fiktive historische Darstellungen und Mythen rund um „künstlich erzeugte Angst“. Tontey erprobt Möglichkeiten anderer Zukünfte, die nicht aus der Perspektive von großen etablierten Institutionen prognostiziert werden, sondern ausgehend von den subtilen und persönlichen Kämpfen ausgegrenzter und marginalisierter Personengruppen sowie anderer nichtmenschlicher Wesen. Ihre Arbeit wurde unter anderem auf der transmediale 2021 und dem Kyoto Experiment 2021 gezeigt. Im Jahr 2020 erhielt sie den HASH Award des ZKM und der Akademie Schloss Solitude.

Residency

Für das Mensch-Maschine-Stipendium werde ich meine Forschung zu altertümlichen Technologien, Heilungspraktiken und zur Philosophie der Maschine in der Minahasa-Kosmologie in Nord Sulawesi, Indonesien, fortsetzen. In der Kultur der Minahasan sind technologische Apparate für rituelle Zwecke und Heilungsprozesse seit Jahrhunderten ein erkenntnistheoretischer Versuch, das Gleichgewicht zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Verwandten aufrechtzuerhalten. Für die Minahasan ist die Technologie ein Pharmakon; sie ist das Gift, aber auch das Heilmittel. Während des Stipendiums plane ich, eine neue Arbeit zu produzieren, die hinterfragt, was Technologie und Mechanisierung für die Gesellschaft der Minahasan in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeuten.

Mitglied: Siegfried Zielinski