Literatur – Mitglieder

Gertrud von Le Fort

eigtl. Freiin Gertrud Auguste Lina Elsbeth Mathilde Petrea von le Fort, Pseudonyme: Gerta von Stark, Petrea Vallerin

Schriftstellerin

Am 11. Oktober 1876 in Minden/Westfalen geboren,
gestorben am 1. November 1971.
Von 1955 bis 1971 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Literatur.

Biographie

Kindheit und Jugend in Berlin, Koblenz, Hildesheim und Mecklenburg.
1895 Publikation erster Gedichte in Zeitschriften, seit 1900 kontinuierlich literarisch tätig.
Ab 1908 Studium der Theologie, Philosophie, Kunstgeschichte und Geschichte an den Universitäten Heidelberg und Marburg, unter dem theologischer Einfluss von Ernst Tröltsch.
1926 Konversion zum katholischen Glauben.
1930er und 1940er Jahre Reisen zu Vorträgen über Religion in Deutschland, Italien und der Schweiz.
Seit 1939 niedergelassen in Obersdorf, ihr Werk umfasst hauptsächlich Gedichte, Romane und Erzählungen mit theologischem Hintergrund.
Verbindungen zu Paul Claudel, Hermann Hesse, Reinhold Schneider, Friedrich Gogarten und Carl Zuckmayer.

Werk

Das Schweißtuch der Veronika, Roman, 1928
Hymnen an die Kirche, Gedichte, München 1924
Der Papst aus dem Ghetto, Roman, Leipzig 1930
Die Frau des Pilatus, Novelle, Konstanz 1930
Die Letzte am Schafott, Erzählung, München 1931
Das Reich des Kindes. Legende der letzten Karolinger, München 1933
Die ewige Frau. Die Frau in der Zeit. Die zeitlose Frau, München 1934
Die Magdeburgische Hochzeit, Roman, Leipzig 1938
Die Opferflamme, Erzählung, München 1938
Die Abberufung der Jungfrau von Barby, Erzählung, München 1940
Der Kranz der Engel, Roman, Bonn 1946

Auszeichnungen

1947 Literaturpreis der Stadt München
1952 Gottfried-Keller-Preis
1953 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
1956 Großer Preis des Landes Nordrhein-Westfalen für Literatur
1956 erste Ehrendoktorin der Ludwig-Maximilians-Universität München
1959 Bayerischer Staatspreis
1959 Bayerischer Verdienstorden
1966 Stern zum Großen Bundesverdienstkreuz
1966 Ehrenbürgermedaille von Oberstdorf
1969 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München