Die Baukunst-Stipendiaten der Akademie Felix Lüdicke und Theresa Schütz schufen mit ihrer Intervention im öffentlichen Raum einen temporären Handlungs- und Begegnungsort im Berliner Hansaviertel. Sie bezogen Künstlerinnen und Künstler, Anwohnerinnen und Anwohner, Passantinnen und Passanten ein. Die Publikation dokumentiert ihre künstlerische Arbeit im Rahmen der Jungen Akademie 2015, die auch Beitrag zur Ausstellung "Demo:Polis – Das Recht auf öffentlichen Raum" (2016) war. Texte von Michael Bräuer, Nele Hertling, Christian Schneegass u.a.

Julian Röders Bildkunst reflektiert Strukturen von Macht, Protest und Konsum, Schein und Wirklichkeit. In den neuen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit Metaphysik, Gedanken- oder Aura-Fotografie. Julian Röder war 2014 Ellen-Auerbach-Stipendiat der Akademie der Künste. Der Katalog erscheint zur Ausstellung im Haus am Waldsee, Eröffnung 17.11.2016

Verborgene und untergegangene Orte haben seit jeher die Menschen fasziniert. In der Entwurfsreihe „Berlin Unseen“ entwickelte Julian Busch architektonische Konzepte, um historisch bedeutsame Orte der deutschen Hauptstadt einer neuen Betrachtung zu unterziehen. Sie knüpft an die gewachsenen Besonderheiten dieser Orte an, gewinnt Inspirationen daraus und sucht phantasievoll Gestaltungen und Nutzungen für die Zukunft zu finden. In Zeichnungen, Modellen und Collagen werden diese eigenwilligen Ideen dargestellt, die kulturelle, historische, ökologische und technologische Interessen in einen räumlich erfahrbaren Zusammenhang bringen. Julian Buschs Entwürfe und Installationen wurden in Ausstellungen in London, Moskau, Kopenhagen, Bahrain und Deutschland gezeigt. 2012 erhielt er ein Berlin-Stipendium der Akademie der Künste. Das Buch enthält Texte von Karla Kowalski, CJ Lim und Christian Schneegass.

Stipendiaten der Akademie der Künste 2011, Projekte, Workshop

Seit Ende der 1990er Jahre fördert das Saarland junge Künstlerinnen und Künstler durch ein Stipendium in der Akademie der Künste. Der Katalog stellt Arbeiten ausgewählter Stipendiaten von 1999 bis 2012 vor, zieht Bilanz und zeichnet Wege in die Zukunft. Beteiligte Künstler: Frauke Eckhardt, Cornelia Fachinger, Rolf Giegold, Marcus Michael Käubler, Anke Mila Menck, Timo Ohler sowie Christina Kubisch

Gebäude werden immer mehr zu adaptiven Systemen, die sich an das Verhalten ihrer Nutzer und die Umwelt anpassen. Eine der kommenden Aufgaben für Architekten könnte nicht nur im Entwerfen energiesparender, weil anpassungsfähiger Gebäude bestehen, sondern auch darin, eine neue "digitale Sinnlichkeit" von Architektur zu entwickeln, die über die bloße Simulation der analogen Welt hinausgeht. Digital Utopia betrachtet das Thema über Disziplinengrenzen hinweg, mit Beiträgen von Philip Beesley, Cloud 9, Dunne & Raby, Gesche Joost, Philippe Rahm, realities:united, Karlheinz Steinmüller u. a.

"Steven Baelen zeichnet seine Umgebung in den feinsten, klassisch geschulten, dennoch sonderbarsten Schraffuren, und die kleine, alltägliche Welt im Raum, die er seit Jahren manisch Strich für Strich zu Papier trägt, wächst ganz aus dem Dickicht der Schattierungen heraus ins Licht. Diese Welt ist und ist nicht. Werdende Auslöschung, (Aus)Radierung. Aus der Befindlichkeit im Raum erwachsen, überträgt doch jeder Strich mit Tinte oder Bleistift den Raum ganz auf die imaginäre Ebene eines möglichen Raums und – wüssten wir es nicht anders – löscht den realen, dreidimensionalen Raum mit der vierten Dimension der sich vollziehenden Zeichnung ganz und gar aus, um ihn einzig in der Fläche des Bildes aufzuheben. Eine schöpferische Zerstörung." (Hubertus von Amelunxen).
Steven Baelen war 2012 Stipendiat der Akademie der Künste.

Aus Anlass der Ausstellung von Anastasia Koroshilova bei der 54. Biennale di Venezia 2011.
Die Installation nimmt Bezug auf das Massaker vom September 2004 in der Kaukasus-Stadt Beslan, bei dem mehr als 300 Geiseln bei der Besetzung einer Schule starben.
Texte von Vasili Tsereteli und Jeanette Zwingenberger

Die Stipendiaten der Akademie der Künste waren im Sommer 2009 eingeladen, an einem von Donata Valentien geleiteten Workshop zum Thema "Wiederkehr der Landschaft" teilzunehmen und eigene künstlerische Beiträge für die gleichnamige Ausstellung einzureichen. Erklärtes Ziel des Ausstellungsvorhabens war es, verschiedene Künste in die Diskussion einzubeziehen und Landschaft im Spiegel von Literatur, Film, Musik und bildender Kunst zu reflektieren. Sieben Beiträge, die einzeln oder interdisziplinär in Gruppen entstanden waren, konnten umgesetzt werden. Ausstellung 13. März bis 30. Mai 2010.

Das Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt des mexikanischen Künstlers Plinio Ávila und des ungarischen Schriftstellers Mátyás Dunajcsik. Es besteht aus 70 von Ávila auf gebrauchten Fahrscheinen des Berliner S- und U-Bahnnetzes angefertigten Zeichnungen, auf denen diverse Details dieses unterirdischen Universums zu sehen sind. Im Begleittext zu den Zeichnungen erzählt Dunajcsik die Geschichte eines jungen Mannes, der vor kurzem seinen Vater verloren hat, einen ehemaligen Berliner U-Bahnfahrer. Auf der Suche nach seinen Erinnerungen an den Vater unternimmt der Protagonist auf den Spuren des Verstorbenen tagelange Streifzüge durch den Untergrund der Stadt.