„Holocaust als Kultur“.
Zur Poetik von Imre Kertész

Symposium
12. – 14. April 2018

 

Die Formulierung „Holocaust als Kultur“ stammt von Imre Kertész selbst und führt ins Zentrum seiner Poetik. Jean Amérys Satz von den „Bewältigungsversuchen eines Überwältigten“ radikalisiert sich im Werk von Kertész. Er geht sogar so weit, Auschwitz als „Gnade“ zu bezeichnen; eine Gnade, die es ihm als Schriftsteller erlaubt, die extreme Leiderfahrung in Kunst zu verwandeln.

Schriftsteller, Literaturwissenschaftler, Kritiker, Übersetzer und Wegbegleiter haben sich vom 12. bis 14. April 2018 mit der Werkbiografie und den Wahlverwandtschaften des 2016 verstorbenen Nobelpreisträgers und Mitglieds der Akademie der Künste, dessen literarischer Nachlass im Archiv der Akademie liegt, befasst. Aber auch Fragen nach einem neuen Kanon in der Shoah-Literatur und besonders nach Kertész’ literarischer Leistung, die, wie Péter Nádas immer wieder betont, zu lange von seinem Lebensthema verdeckt wurde, wurden in Vorträgen und Diskussionen behandelt.

„Das heimliche Leben von Imre Kertész"

László F. Földényis Eröffnungsvortrag, gehalten am 12. April 2018 in der Akademie der Künste am Pariser Platz

Programm

Donnerstag, 12. April 2018

19 Uhr
Eröffnung
Begrüßung Jeanine Meerapfel
Vortrag László F. Földényi: Das heimliche Leben des Imre Kertész
Podiumsgespräch „Meine einzige Identität ist die des Schreibens" - Heimat und Exil
Mit László F. Földényi, Christina Viragh, Durs Grünbein, Friedrich Christian Delius, Ingo Schulze. Moderation: Gregor Dotzauer

László F. Földényi und Jeanine Meerapfel

Begrüßung durch die Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel

László F. Földényi bei seinem Eröffnungsvortrag „Das heimliche Leben von Imre Kertész"

Podiumsgespräch mit Friedrich Christian Delius, Ingo Schulze, László F. Földényi, Durs Grünbein, Christina Viragh und Gregor Dotzauer (v.l.n.r.)

Durs Grünbein und Christina Viragh

László F. Földényi beim Podiumsgespräch

Friedrich Christian Delius (links) und Ingo Schulze

László F. Földényi (links) und Durs Grünbein

Ingo Schulze

Freitag + Samstag, 13. + 14. April 2018 

10 - 18 Uhr
Symposium
Mit Irene Heidelberger-Leonard, Christina Viragh, Sabine Wolf, Katalin
Madácsi-Laube, Gerhard Scheit, Leonard Olschner, Dietmar Ebert, Volkhard Knigge, Lothar Müller, Rüdiger Görner, Irmela von der Lühe,
Iris Radisch, Marisa Siguan, Peter Gülke, Friedrich Christian Delius, Ingo Schulze

Jörg Feßmann

Irene Heidelberger-Leonard

Dietmar Ebert

Irmela von der Lühe

Christina Viragh

Vitrinenpräsentation mit Dokumenten und Materialien aus dem Imre-Kertész-Archiv der Akademie der Künste

László F. Földényi (links) im Gespräch mit Friedrich Christian Delius

Irene Heidelberger-Leonard im Gespräch mit Leonard Olschner (mitte) und Rüdiger Görner

Freitag, 13. April 2018

20 Uhr
Lesung
Begrüßung: Jörg Feßmann (hier nachzulesen)
Ulrich Matthes liest Passagen aus den frühen, unveröffentlichten Arbeitstagebüchern zur Konzeption und Entstehung von Roman eines Schicksallosen, dessen Hörbuchfassung er 1999 zusammen mit Imre Kertész eingelesen hat.

Begrüßung durch Jörg Feßmann

Volker Braun im Gespräch mit Ulrich Matthes (links)

Das vollständige Programm zum Download

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.