Grafik © Ta-Trung, Berlin

Das Gedächtnis arbeitet an uns

Gespräch

Alexander Kluge setzt sein eigenes Archiv in einen kooperativen Austausch mit den Archiven von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno und Bertolt Brecht. In seiner Rauminstallation für die Ausstellung „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“, die in Zusammenarbeit mit Archivleiter Erdmut Wizisla entstand, fügen sich Kluges Filme, Bildobjekte und Texte aus den Archiven zu einer Konstellation über das Erinnern und Vergessen als korrespondierende Zeitorgane. Kluge dreht den Titel um: Unter der Überschrift Das Gedächtnis arbeitet an uns entfalten sich die Denkbilder des Erinnerungsvermögens, vom Lamento und anderen Formen öffentlicher Trauer über den Geschichtsverlust oder das Verzeihen bis hin zur gewaltsamen Disruption.

Mit Alexander Kluge (Filmemacher, Schriftsteller), Erdmut Wizisla (Leiter Bertolt-Brecht-Archiv und Walter Benjamin Archiv der Akademie der Künste) und Johannes Odenthal (Programmbeauftragter der Akademie der Künste)

Alexander Kluge, Autor, Filmemacher, Jurist sowie Gründer der Produktionsfirma dctp. Seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, Sektion Literatur. Seine Forschung und Praxis kreisen um Literatur, Sozialtheorie, Filmtheorie und politisches Handeln an verschiedensten kulturellen Fronten. Das Alexander Kluge Archiv in der Akademie der Künste, Berlin, koope­riert mit dem Walter Benjamin Archiv und dem Theodor W. Adorno Archiv sowie dem Bertolt-Brecht-Archiv.

Im Anschluss um 20 Uhr folgt From Memory to Political Imagination, das Gespräch zwischen Alice Creischer und Eduardo Molinari zur Frage: Wie kommen wir von der Gedächtnisarbeit zur politischen Vorstellungskraft und von der Vorstellung zum politischen Handeln?

Artist Talk mit Alexander Kluge, Erdmut Wizisla und Johannes Odenthal

In deutscher Sprache

Aufzeichung des Livestreams vom 5.6.2021 in Kürze verfügbar

Weitere Informationen

adk.de/gedaechtnis