7.8.2019

Helga Paris, Fotografin
Retrospektive mit 275 Werken in der Akademie der Künste am Pariser Platz
Eröffnung am Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr
Pressevorbesichtigung am Mittwoch, 6. November 2019, 11 Uhr

Vom 8. November 2019 bis 12. Januar 2020 präsentiert die Akademie der Künste in ihren Ausstellungssälen am Pariser Platz das in den Jahren zwischen 1968 und 2011 entstandene fotografische Werk von Helga Paris. Mit 275 Werken, darunter zahlreiche erstmals gezeigte Einzelbilder und Serien, ist dies ihre bisher größte Ausstellung und nach 25 Jahren die erste Retrospektive der Künstlerin in ihrer Heimatstadt Berlin. Erstmals zu sehen sind u.a. Ausschnitte aus den umfangreichen Serien Leipzig, Hauptbahnhof (1981/82), Moskau (1991/92) und Mein Alex (2011).

Neben der besonderen Fähigkeit der Fotografin, in ihren Bildern und Bildserien über die Jahrzehnte hinweg verdichtete Zeitgeschichte in ihrem Wandel erfahrbar zu machen, ist es ihre sich in zärtlich-würdevollen, nuancenreichen Schwarz-Weiß-Modulationen ausdrückende soziale Empathie, die ihr Werk unverkennbar macht.

Helga Paris, 1938 im pommerschen Gollnow, heute Goleniów, geboren und in Zossen bei Berlin aufgewachsen, begann in den 1960er Jahren als Autodidaktin zu fotografieren. Sie wurde mit Aufnahmen ihrer Nachbarschaft im Berliner Stadtbezirk Prenzlauer Berg, Bildern von Kneipenbesuchern, Müllfahrern, den Frauen aus dem Bekleidungswerk VEB Treffmodelle, Künstlern, Punks, Kindern aus Hellersdorf und Passanten vom Alexanderplatz eine der zentralen Chronistinnen des Berliner Ostens. Helga Paris fotografierte darüber hinaus u.a. in Siebenbürgen (1980), Georgien (1982), in Halle (1983–1985), wo ihre Serie Diva in Grau entstand, die erst 1989/90 gezeigt werden durfte, Wolgograd (1990), New York (1995) und Polen (1996/97). Seit 1996 ist Paris Mitglied der Sektion Film- und Medienkunst der Akademie der Künste.

Kuratorin der Ausstellung ist die Kunstwissenschaftlerin Inka Schube, die bereits mehrfach mit Helga Paris zusammengearbeitet hat. Die Filmemacherin Helke Misselwitz wird in einer Installation Gespräche mit Helga Paris über Herkunft, die sich wandelnde Stadt und ihre Arbeit als Fotografin in der DDR bis in die 2000er Jahre präsentieren.

Anlässlich der Ausstellung erscheint im Verlag Spector Books, Leipzig, der Fotoband Helga Paris. Leipzig Hauptbahnhof, 1981.

Eine Ausstellung der Akademie der Künste in Kooperation mit dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), mit freundlicher Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die die Erschließung des Vorlasses und die Neuprints dreier bislang unveröffentlichter Serien ermöglicht hat, sowie der DEFA-Stiftung.

Ausstellungsdaten
Helga Paris, Fotografin
Laufzeit der Ausstellung: 8. November 2019 bis 12. Januar 2020
Di – So 11 – 19 Uhr
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und dienstags ab 15 Uhr Eintritt frei
Tickets: Tel. 030 20057-1000, ticket@adk.de, www.adk.de/tickets
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr
Mit Jeanine Meerapfel (Präsidentin der Akademie der Künste), Klaus Lederer (Senator für Kultur und Europa), Ellen Strittmatter (ifa, Institut für Auslandsbeziehungen), Inka Schube (Kuratorin)

Pressebilder in Kürze unter: https://www.adk.de/de/presse/pressematerial.htm

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