11.11.2019

Busoni-Kompositionspreis 2019 an Hanna Eimermacher
Förderpreis an Hovik Sardaryan
Preisverleihung und Konzert am 15. November, 20 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz

Der mit 6.000 Euro dotierte Busoni-Kompositionspreis geht in diesem Jahr an die in Gelsenkirchen lebende Komponistin Hanna Eimermacher. Hovik Sardaryan erhält den Förderpreis von 2.500 Euro. Die Preisverleihung mit Konzert findet am Freitag, den 15. November am Pariser Platz statt.

Zur Begrüßung spricht Aribert Reimann, Komponist, Akademie-Mitglied und Stifter des Busoni-Kompositionspreises. Zur Preisverleihung spielen das ensemble mosaik und das Ensemble Apparat unter der Leitung von Enno Poppe Kompositionen der beiden Preisträger zusammen mit Werken des Namensgebers des Preises, Ferruccio Busoni. Die Laudationes halten die Akademie- und Jury-Mitglieder Cornelius Schwehr und Helmut Zapf.

Von der Preisträgerin Hanna Eimermacher erklingt das etwa 30-minütige, eigens für den Anlass und die offene Architektur der Akademie der Künste neu komponierte Werk orange für 12 Performer, bei dem die Besucher bereits an der Eingangstür mit Klängen begrüßt werden. Von dem Förderpreisträger Hovik Sardaryan ist die Komposition Simulacres von 2015 zu hören, in der unterschiedliche Weltvorstellungen in einen gemeinsamen musikalischen Kontext gestellt werden. Die Kompositionen von Ferruccio Busoni schließlich zeugen von seinem Interesse an den Melodien indigener Kulturen in Nordamerika – ein historisches Beispiel für das aktuell diskutierte Thema kultureller Erinnerung.

Hanna Eimermacher (geb. 1981 in Duisburg) führte ihr Kompositionsstudium nach Bremen zu Younghi Pagh-Paan und Charlotte Seither, nach Graz zu Pierluigi Billone und Beat Furrer sowie nach Frankfurt zu Mark Andre. Ihre Werke werden international aufgeführt, u.a. durch Ictus Ensemble, Ensemble Modern, Ensemblekollektiv Berlin, Ensemble Contrechamps. Aufführungsorte sind die Donaueschinger Musiktage, Acht Brücken / Köln, MaerzMusik, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, La Scala Paris u.v.m. Sie erhielt Aufenthaltsstipendien der Villa Massimo, Rom, Villa Concordia in Bamberg und den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis.

Hovik Sardaryan (geb. 1993 in Armenien) studierte von 2010 bis 2014 am Jerewaner Staatskonservatorium bei Ashot Zohrabyan Komposition. 2012 wurde er Preisträger des internationalen Wettbewerbs Renaissance und des EstoVest Festivals. 2014 gewann er den ersten Preis der Sayat Nova International Composition Competition und wurde mit dem Preis der Armenischen Staatsphilharmonie und dem Carnegie Hall Preis ausgezeichnet. 2016 nahm er an Meisterkursen bei Carola Bauckholt, Oscar Bianchi, Fabien Lévy und an Workshops von Toshio Hosokawa und Péter Eötvös teil. Von 2015 bis 2018 war er DAAD-Stipendiat und studierte Komposition bei Wolfgang Rihm an der HfM Karlsruhe. Derzeit studiert er dort Musikinformatik.

Programm

Hanna Eimermacher
orange (2019 UA) für 12 Performer und Klangschleuse

Begrüßung
Aribert Reimann

Laudationes
Cornelius Schwehr
Helmut Zapf

Hovik Sardaryan
Simulacres (2015) für Ensemble

Ferruccio Busoni (1866-1924)
Indianisches Tagebuch, Erstes Buch – Vier Klavierstudien über Motive der Rothäute Amerikas BV 267 (1915) für Klavier

Indianisches Tagebuch, Zweites Buch – Gesang vom Reigen der Geister op. 47, BV 269 (1916), Version für Ensemble, Bearbeitung: Chatschatur Kanajan

ensemble mosaik
Ensemble Apparat
Enno Poppe, Leitung

Veranstaltungsdaten
Busoni-Kompositionspreis 2019 an Hanna Eimermacher (Preisträgerin)
und Hovik Sardaryan (Förderpreisträger)
Preisverleihung und Konzert
Freitag, 15. November 2019, 20 Uhr, Eintritt frei
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

vgl. Pressemeldung vom 13.08.2019

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