4.2.2020

14. Akademie-Gespräch
Wozu Filmfestivals?
Andreas Kilb im Gespräch mit Carlo Chatrian, Karel Och, Eva Sangiorgi und Jeanine Meerapfel
Mittwoch, 12. Februar, 20 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

>> Pressekarten unter presse@adk.de, Tel. 030 200 57-1514

Zu groß, zu klein, zu politisch, zu oberflächlich ... Die Meinungen über die aktuellen Filmfestivals sind vielfältig und kontrovers. Anlässlich des 70. Jubiläums der Berlinale diskutiert Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel mit den Künstlerischen Leiterinnen und Leitern bedeutender internationaler Filmfestivals über die Entwicklung der Programme, über künftige Pläne und die Profile der jeweiligen Festivals.

Es diskutieren:
Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale – Internationale Filmfestspiele Berlin
Jeanine Meerapfel, Filmregisseurin und Präsidentin der Akademie der Künste
Karel Och, Künstlerischer Direktor des Mezinárodní filmový festival Karlovy Vary
Eva Sangiorgi, Künstlerische Direktorin der Viennale – Vienna International Film Festival
Moderation: Andreas Kilb, Filmkritiker

Carlo Chatrian (geb. 1971 in Turin) studierte Literatur und Philosophie und schloss sein Filmstudium mit einer Arbeit über die Filme von Jacques Rivette ab.
In der Programmgestaltung arbeitete er zunächst beim Alba Film Festival, später beim Festival dei Popoli und Visions du Réel. Ende der 1990er Jahre konzentrierte er sich auf das Dokumentarische als Genre. Er veranstaltete Workshops mit Filmemachern wie Johan van der Keuken, Frederick Wiseman und Errol Morris. 2003 begann er, für das Filmfestival in Locarno zu arbeiten und kuratierte dort Retrospektiven zum japanischen Animationsfilm, zu Ernst Lubitsch, Vincente Minnelli und Otto Preminger. Von 2013 bis 2018 war er künstlerischer Direktor des internationalen Filmfestivals von Locarno. Seit Juni 2019 ist er Künstlerischer Leiter der Berlinale.

Andreas Kilb (geb. 1961 in Frankfurt am Main) studierte Germanistik, Romanistik, Publizistik und Philosophie in Mainz und Frankfurt. Ab 1982 schrieb er Film- und Fernsehkritiken für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1987 ging er als Filmredakteur zur Hamburger „Zeit“. Für deren Feuilleton berichtete er 1998/99 ein Jahr lang aus Los Angeles. Seit April 2000 ist er Feuilletonkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin. Ausgewählte Filmkritiken und Aufsätze zum Kino sind in den Sammelbänden Was von den Bildern blieb (1997) und Kinoblicke (2008) erschienen.

Jeanine Meerapfel (geb. 1943 in Buenos Aires) ist Filmregisseurin und seit 2015 Präsidentin der Akademie der Künste. Ihr erster Spielfilm Malou (1981) wurde 2019 im Rahmen der Berlinale Retrospektive gezeigt. Zu den zahlreichen weiteren, prämierten Dokumentar- und Spielfilmen zählen Im Land meiner Eltern (1981) und Der deutsche Freund (2012). In Zusammenarbeit mit Floros Floridis entstanden die audiovisuellen Essays Confusion / Diffusion (2015) und Moving Sand / Topos (2019). Bereits 1984 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale. Im Dezember 2019 war sie Jury-Präsidentin des Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Films in Havanna. Seit 2018 lädt Jeanine Meerapfel in ihrer Reihe Akademie-Gespräche im Vorfeld der Berlinale zu Debatten über filmpolitische Themen ein.

Karel Och (geb. 1974 in Tschechien) studierte Jura und schloss sein Studium der Filmtheorie und -Geschichte an der Prager Karls-Universität ab. Seit 2001 arbeitete er für das Karlovy Vary International Film Festival als Mitglied der Auswahlkommission. Er hat KVIFF's Dokumentarfilm-Wettbewerb programmiert sowie Hommagen und Retrospektiven unter anderem zum Werk von Sam Peckinpah, John Huston, Michael Powell & Emerich Pressburger, Jean-Pierre Melville, Sam Fuller, Elio Petri und Otto Preminger kuratiert. 2010 wurde er zum Künstlerischen Direktor des KVIFF berufen.

Eva Sangiorgi (geb. 1978 in Faenza (RA) studierte Kommunikations-wissenschaften an der Universität von Bologna und Kunstgeschichte an der unabhängigen nationalen Universität von Mexiko. Seit 2003 ist sie als Kuratorin und Programmiererin bei internationalen Festivals in Mexiko und in Europa tätig. Im April 2010 gründete sie das internationale Filmfestival FICUNAM in Mexico City, dessen künstlerische und kaufmännische Leitung sie bis 2018 innehatte. Seit 2012 ist sie in Jurys tätig bei internationalen Filmfestivals in Mexiko, Südamerika, Israel, Portugal, Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland, darunter FIDMarseille, Doclisboa und Mar del Plata. Im Januar 2018 Bestellung zur Viennale Direktorin.

Anlässlich des 70. Jubiläums der Internationalen Filmfestspiele Berlin

Veranstaltungsdaten
14. Akademie-Gespräch
Wozu Filmfestivals?
Mittwoch, 12. Februar 2020, 20 Uhr
Gespräch in englischer Sprache mit deutscher und französischer Simultanübersetzung
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre Eintritt frei
Kartenreservierung: (030) 200 57-1000 oder ticket@adk.de 
Kartenkauf im Webshop unter www.adk.de/tickets 

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