30.10.2020

Akademie der Künste fordert mehr Differenzierung bei künftigen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung

In Zeiten einer sich zunehmend polarisierenden Gesellschaft sind Kunst und Kultur substantiell für unseren sozialen Zusammenhalt. Sie müssen daher ebenso wie Bildung eine zentrale Rolle spielen bei allen strategischen und strukturellen Überlegungen. Es gilt, die Vielfalt einer Gesellschaft zu erhalten, um Krisen zu überwinden und Konflikte auf friedliche Weise zu lösen. Die Akademie der Künste erklärt sich nach wie vor solidarisch mit den von Politik und Wissenschaft vorgegebenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Die erneute Schließung von Museen und Ausstellungen, Theatern, Konzertsälen, Kinos u.a. verursacht jedoch gesellschaftlichen und kulturellen Schaden kaum absehbaren Ausmaßes. Die Akademie der Künste fordert, dass den hervorragenden Hygienekonzepten der Institutionen und Einrichtungen bei den künftigen Entscheidungen Rechnung getragen wird.
 
Jeanine Meerapfel
Präsidentin der Akademie der Künste