Paul und Eslanda Robeson mit ihrem Sohn Paul Jr. vor ihrem Haus in Enfield, Connecticut, Anfang der 1940er Jahre. Foto: Frank Bauman, FrankBauman.com © Akademie der Künste, Paul-Robeson-Archiv

Resonating Struggles: Paul and Eslanda Robeson in East Berlin

Gespräch

Zwischen antirassistischer Bewegung, Postkolonialismus und Kaltem Krieg: Der Musiker und Schauspieler Paul Robeson und die Anthropologin Eslanda Robeson waren US-Bürgerrechtsaktivist*innen, für die die Akademie der Künste der DDR ein Archiv gründete. Über den Nachklang ihres Freiheitskampfs und dekoloniale Perspektiven auf den Sozialismus sprechen Matana Roberts (Komponistin, Künstlerin), Doreen Mende (Kuratorin, Theoretikerin), Kira Thurman (Historikerin, University of Michigan) und George E. Lewis (Komponist, Prof. of American Music, Columbia University).

Doreen Mende, Kuratorin, Theoretikerin, Ausstellungsmacherin, Pädagogin, außerordentliche Professorin für Kuratorik / Politik und Leiterin des „Critical Curatorial Cybernetic Research Practice“ (CCC-RP) Master- und PhD-Forum an der Abteilung für Bildende Kunst der HEAD Geneve (Genf); außerdem Leiterin des Forschungsprojekts „Decolonizing Socialism. Entangled Internationalism“ (2019-2024), finanziert vom Schweizerischen Nationalfonds. Mitbegründerin des „European Forum for Advanced Practices“ sowie Mitglied von „Multiple Artistic Mobilities“ am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Seit 2015 Gründungsmitglied des Harun Farocki Instituts in Berlin.

Matana Roberts, Komponist*in, Bandleader*in, Saxophonist*in, Klang­experimentator*in und Mixed-Media-Künstler*in. Tätigkeit meist als Autodidakt*in in verschiedenen Kontexten, darunter Improvisation, Tanz, Lyrik und Theater. Bekannt für das vielgepriesene Coin Coin-Projekt, ein „panoramisches Klang-Quilten“, das den mysti­schen Wurzeln der intuitiven, spirituellen Ausdruckstraditionen der amerikani­schen Künste nachgeht; intensive Auseinandersetzung mit narrativen, his­torischen, sozialen und politischen Aus­drucksformen innerhalb der improvi­sierten Musik. 2019 Stipendiat*in des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Mit der Klanginstallation „Resonance“ in der Ausstellung „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“.

Kira Thurman, Historikerin und Musikwissenschaftlerin, Assistant Professor of Germanic Languages and Literatures and History an der University of Michigan;  Forschungsschwerpunkt auf dem Zusammenhang von Musik, deutscher Nationalidentität und der historischen und gegenwärtigen  Beziehung Zentraleuropas zur Schwarzen Diaspora. Ihr Buch Singing Like Germans: Black Musicians in the Land of Bach, Beethoven and Brahms im Erscheinen bei Cornell University Press. Zusammen mit Kolleg*innen in den USA und Europa und mit Unterstützung durch das deutsche Historische Institut in Washington, D.C. Betreiben der öffentlichen Geschichts-Website blackcentraleurope.com.

George Lewis, Edwin H. Case Professor für Amerikanische Musik an der Columbia University in New York City; Leiter des Lehrstuhls in Komposition; Fellow in der American Academy of Arts and Sciences und Corresponding Fellow in der British Academy, sowie Mitglied der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM) seit 1971. Preisgekröntes Schaffen in elektronischer und Computermusik, Computerbasierten Multimediainstallationen und notierter und improvisierter Formen auf mehr als 150 Aufnahmen; weithin geschätzt als Pionier der interaktiven Computermusik und Schöpfer von Programmen, die mit menschlichen Musiker*innen improvisieren. Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin in 2020/21.

Gespräch mit Matana Roberts, George Lewis, Doreen Mende und Kira Thurman

In englischer Sprache

Livestream vom 1.6.2021, 19 Uhr

Weitere Informationen

adk.de/gedaechtnis