Zeichnen zum Ort
Szyszkowitz+Kowalski Architekten
Ausstellung vom 7. Mai bis 4. Juli 2010
Berlin, Pariser Platz 4

Eröffnung der Ausstellung
Donnerstag, 6. Mai 2010, 19 Uhr Pariser Platz
Es sprechen: Klaus Staeck, Werner Durth, Volkwin Marg, Eva-Maria Barkhofen

Versucht man die Geschichte der von Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz entwickelten Häuser, - oder besser: Behausungen -, auf zu schreiben, tut man gut daran, sich nicht auf die baugeschichtlichen Lehren zu berufen. Die Bauten dieses Architektenpaars sind bildhaft und plastisch angelegt. Sie vermitteln nicht selten den Eindruck von Charakter beseelten Wesen, deren Entwicklungsgeschichte eher in utopischen Kunstrichtungen, im Sciencefiction Roman, in biomorphen oder gar evo­lutionstheoretischen Genres begründet zu sein scheinen. Bauten treten mit dem Ge­sicht eines kubistischen Portraits auf, erheben sich, mit Raumschiffen aus „Krieg der Sterne“ vergleichbar, aus der Umgebung, kriechen als urzeitliches Drachenwesen einen Abhang hinab, mahnen den Passanten als flügelloser Vogelproton oder Beiß­zangen bewehrter Käfer mit einem unausgesprochenen „HIER WOHNE ICH“, oder nehmen den Baugrund, etwa einen felsigen Bergrücken, in Form ineinander gescho­bener Eisschollen bildlich auf. In diesem Sinne sind sie, abgesehen von präzise überdachten Funktionen, übersetzte Landschaft pur.



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