Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Ausstellung

Halle 1

Do, 18–22:30 Uhr, Fr 16–22 Uhr, Sa 11–22 Uhr, So 11:30–20 Uhr

Johanna Diehl
Das imaginäre Studio (2017)

In der Arbeit Das imaginäre Studio beschäftigt sich Johanna Diehl mit dem utopischen und in die Zukunft verweisenden Potential der Apparaturen in den Elektronischen Studios der Nachkriegszeit in Deutschland und Frankreich. In den Fotografien zeigen die wie eingefrorene Skulpturen wirkenden Synthesizer, Mischpulte, Rauschgeneratoren, Tonbandmaschinen und Oktavfilter ein Potential des ‚noch nicht Gehörten‘. In dieser Ausstellung zeigt Diehl einen Ausschnitt ihrer Serie Das imaginäre Studio im Dialog mit ihrer Arbeit Eurotopians (2014/2017 – in Kooperation mit dem Autoren Niklas Maak). Diese befasst sich mit der visionären Kraft eines anderen Bauens französischer, italienischer und deutscher Utopiker der 1960er Jahre. Jenseits eines melancholischen Blicks auf das Gewesene zeugen die konzentrierten Fotografien vom unermüdlichen Forschergeist, der Suche nach Neuem, und spiegeln das spielerisch-experimentelle Denken dieser Zeit – in der Welt der Musik, als auch der Architektur – wider. Die vielteilige Wandinstallation erinnert an die Idee des imaginären Museums von André Malraux, um sich dem europäischen Phänomen des Aufbruchs in den Künsten zu nähern.

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