Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Ensemble ilinx

ilinx (aus dem Altgriechischen: Rausch) ist für den französischen Soziologen Roger Caillois (Les jeux et les hommes, 1958) eine der vier Kategorien, in die er die menschlichen Spiele unterteilt (neben agon, Wettstreit, alea, Glück, und mimicry, Verwandlung der Identität). Ilinx hat zu tun mit Irritationen der Wahrnehmung in Zeit und Raum, mit der Erfahrung von Wirklichkeitsverschiebungen. Wenn man Musik als Spiel begreift, gehört diese unmissverständlich zu ilinx.


Das Ensemble ilinx ist eine Anlaufstelle für alle an Neuer Musik interessierten Studierenden der Universität der Künste Berlin. Die Konzerte werden akribisch kuratiert, sodass sie ein ästhetisches Ganzes darstellen, jenseits einer bloßen Aneinanderreihung von Stücken. Durch die Zusammenarbeit mit dem Studiengang Dirigieren und den Lehrenden Steven Sloane und Harry Curtis ist eine wechselnde musikalische Leitung von Dozenten, Studierenden und gelegentlich Gästen vorgesehen. Eine ständige Kooperation mit Crescendo – Musikfestwochen der Universität der Künste Berlin sowie Klangzeitort – Institut für Neue Musik der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin ist angelegt.