Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Luc Ferrari

Geboren 1929 in Paris, studierte an der École Normale de Musique de Paris Klavier und Komposition bei Alfred Cortot und Arthur Honegger sowie Olivier Messiaen. 1958 gründete er mit Pierre Schaeffer und François-Bernard Mâche die Groupe de Recherches Musicales (GRM) und gehörte damit zu den Pionieren der musique concrète. 1966 unterrichtete er experimentelle Musik in Stockholm. 1967 weilte er als Stipendiat der Ford Foundation und des DAAD in Berlin. 1972 richtete er das Studio Billig ein und 1982 mit Unterstützung des französischen Kulturministeriums das elektronische Studio des Vereins La Muse en Circuit. 1978 bis 1980 war er Kompositionslehrer am Conservatoire de Pantin. Er verband in vielen Arbeiten Elemente der Literatur mit elektroakustischer und instrumentaler Musik. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter 1972 den Karl-Sczuka-Preis, 1987 und 1991 den Prix Italia. Luc Ferrari starb 2005 in Arezzo. Für den Service de la Recherche des O.R.T.F realisierte Luc Ferrari 1965 bis 1966 die Reihe von Portraitfilmen Les grand répétitions mit Vertretern der zeitgenössischen Musik, darunter der Dirigent Hermann Scherchen.