Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Myriam Scherchen

Myriam Scherchen ist das älteste von fünf Kindern von Hermann Scherchen und Pia Andronescu. Sie wuchs in der Schweiz in einer mehrsprachigen Umgebung auf und arbeitete im Jahr 1967 im Rahmen eines Projekts des Tessiner Radios erstmals offiziell als Übersetzerin. Nach einer Krankenschwesterausbildung in Zürich arbeitete sie als Sekretärin und als Lehrerin in einer Englischschule. Später studierte sie auf Sardinien Sprachen an der dortigen Universität und schloss ihr Studium mit einer Doktorarbeit ab. 1991 lernte sie René Trémine kennen und zog daraufhin nach Paris, wo sie zusammen das CD-Label Tahra gründeten. Ihre Übersetzer- und Dolmetschertätigkeit verfolgte Myriam Scherchen währenddessen weiter. Heute unterstützt sie u. a. Migranten aus Afrika und Syrien dabei, die französische Sprache zu lernen.