Johanna Diehl, <i>Das imaginäre Studio XIV</i> (Hermann Scherchens rotierender Nullstrahler, Studio für Elektroakustische Musik, Akademie der Künste, Berlin), gelatin silver print, 2017, 61 × 49 cm

Olga Neuwirth

Olga Neuwirth wurde 1968 in Graz, Österreich, geboren. Ab dem siebten Lebensjahr erhielt sie Trompetenunterricht. 1986 studierte sie in San Francisco am Conservatory of Music und am Art College Malerei und Film. In Wien führte sie ihre Studien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sowie am Elektroakustischen Institut weiter. Wesentliche Anregungen erhielt sie durch die Begegnungen mit Adriana Hölszky, Tristan Murail und Luigi Nono. Seit ihrer Teenager-Zeit interessiert sich Olga Neuwirth für Wissenschaft, Architektur, Literatur, Film und bildende Kunst, und daher lässt sie in vielen ihrer Stücke seit den frühen 1990er-Jahren Ensemble, Elektronik und Videoeinspielungen zu einem genreübergreifenden visuellen und akustischen Sinneserlebnis verschmelzen. Aus diesem vielfältigen Interesse heraus entstanden auch verschiedene Klanginstallationen, Ausstellungen, Theater- und Filmmusiken, die mit der Einladung zur documenta 12 in Kassel ihren Höhepunkt fanden. Olga Neuwirth erhielt verschiedene nationale und internationale Preise, u. a. 2010 den Grossen Österreichischen Staatspreis. Sie ist seit 2006 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Einige ihrer Werke sind bei den Labels Kairos und col legno erhältlich.